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Ein Betablocker schützt offenbar vor Hautkrebs.

Ein bekannter Blutdrucksenker hat offenbar auch großes Potenzial als Sonnenschutzmittel.
© roboriginal - Fotolia.com

Mo. 24. April 2017

Sonnencreme mit Betablocker gegen Hautkrebs?

Was Betablocker mit Sonnenschutz zu tun haben? Bislang nur wenig. Doch das könnte sich vielleicht ändern: Eine neue Studie attestiert einem Blutdrucksenker aus dieser Gruppe von Medikamenten das Potenzial, vor Schäden durch das Sonnenlicht zu schützen.

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Die Entdeckung seines Anti-Krebs-Potenzials verdankt der Wirkstoff Carvedilol einem Zufallsergebnis im Labor: Eigentlich hatten Forscher um Sherry Liang von der Western University of Health Sciences in den USA untersuchen wollen, ob eine Reihe von Betablockern das Krebsrisiko erhöht. Dabei zeigte sich die krebsbekämpfende Wirkung von Carvedilol. Aus anschließenden gezielten Versuchen mit Zellkulturen und Mäusen ging hervor, dass der Wirkstoff bei UVB-Strahlung tatsächlich einen schützenden Einfluss hat. Er bewahrte die Zellen vor DNA-Schäden und Zelltod durch UVB-Strahlen, bei haarlosen Mäusen nahm sowohl die Schwere als auch die Zahl an Tumoren ab. Der Betablocker habe die Entstehung von Tumoren sogar noch besser verhindert als Sonnencreme, berichtete Liang auf der Fachtagung Experimental Biology 2017 in Chicago.

Ziel der Forscher ist es nun, eine Hautcreme oder ein Spray mit Carvedilol zu entwickeln, mit deren Hilfe sich die Entstehung von Hautkrebs durch UV-Licht verhindern ließe. Eine solche Behandlung würde nur lokal auf die Haut wirken, ohne dass dies Auswirkungen auf Blutdruck oder Herzfrequenz hätte, so die Forscher.

HH

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