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Frauen- und Männergehirne funktionieren unterschiedlich.

Frauen und Männer sind unterschiedlich gepolt. Grund dafür könnten unter anderem die Hirnaktivitäten sein.
© Model colourbox.de/Sigrid Olsson/PhotoAlto

Mi. 09. August 2017

Das Gehirn von Frauen ist aktiver als das von Männern

Mit bildgebenden Verfahren haben US-amerikanische Forscher die Aktivität von über 46.000 Gehirnen verglichen und ihn gefunden: Den kleinen Unterschied zwischen Männern und Frauen.

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Wie sie im Fachblatt Journal of Alzheimer's Disease berichten, waren Gehirne von Frauen in vielen Hirnregionen deutlich aktiver als die von Männern. Dies galt speziell für den präfrontalen Cortex, der für das Fokussieren und die Impulskontrolle wichtig ist, sowie für das limbische oder emotionale System, das bei Stimmungen und Ängsten involviert sind. Visuelle Bereiche und solche, die mit der Koordination zu tun haben, waren dagegen bei Männern aktiver. Die stärkere Durchblutung des präfrontalen Cortex bei Frauen könnte möglicherweise erklären, warum Frauen in Bereichen, die mit Empathie, Intuition, Zusammenarbeit oder Selbstkontrolle zu tun haben, oft besser abschneiden als Männer. Die stärkere Aktivität des limbischen Systems wiederum könne teilweise erklären, warum Frauen anfälliger für Ängste, Depressionen, Schlaflosigkeit und Essstörungen seien.

Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen zu kennen, sei wichtig, da beide Geschlechter unterschiedliche Risiken für Erkrankungen des Gehirns hätten, sagt der Psychiater Dr. Daniel G. Amen von den Amen Clinics in Newport Beach. So kämen die Alzheimer-Krankheit, Depressionen und Angststörungen bei Frauen deutlich häufiger vor, bei Männer gelte dies für die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung< (ADHS) oder Verhaltensauffälligkeiten. Die Wissenschaftler hatten Gehirnscans von Männern und Frauen ausgewertet, darunter auch von Patienten mit unterschiedlichen psychiatrischen Erkrankungen wie einer bipolaren Störung, Depression, Schizophrenie oder ADHS. Die Gehirnscans wurden mithilfe der sogenannten Einzelphotonen-Emissionscomputertomographie, nach dem englischen Begriff kurz SPECT genannt, durchgeführt.

HH

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