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Wer Probleme mit sozialen Fähigkeiten hat, ist häufiger krank.

Wer Probleme im Umgang mit anderen Menschen hat, leidet oft unter Einsamkeit. Das hat auch körperliche Auswirkungen.
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Fr. 10. November 2017

Mangel an sozialer Kompetenz schadet Körper und Psyche

Wer Probleme damit hat, offen auf andere Menschen zuzugehen, sich mitfühlend zu verhalten oder sich zu öffnen, hat häufig mit psychischen Problemen wie Depressionen oder Ängsten zu kämpfen. Aber auch die körperliche Gesundheit leidet, wie Forscher der University of Arizona in der Fachzeitschrift Health Communication berichten.

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Menschen mit schlechten Sozialkompetenzen litten stärker unter Stress und Einsamkeit und hatten eine schlechtere psychische sowie körperliche Gesundheit. Dies berichtet die Wissenschaftler um Chris Segrin, die eine repräsentative Befragung unter 775 Menschen zwischen 18 und 91 Jahren durchgeführt hatten. Der Schwerpunkt der Studie lag auf vier sozialen Kompetenzen: Der Fähigkeit, andere emotional zu unterstützen, sich anderen gegenüber zu öffnen und persönliche Informationen mitzuteilen, sich gegenüber unangemessenen Forderungen anderer durchzusetzen sowie die Fähigkeit, auf fremde Menschen zuzugehen und diese kennenzulernen. Während der negative Einfluss von Stress auf den Körper schon länger bekannt sei, habe man Einsamkeit erst seit kurzem als Risikofaktor für die Gesundheit erkannt, so die Forscher.

Die gute Nachricht sei, dass es Maßnahmen gebe, mit denen sich soziale Fähigkeiten verbessern ließen, so Segrin. Für Menschen, die daran arbeiten wollten, gebe es Therapien, Beratungsmöglichkeiten oder Sozialkompetenz-Training. Unglücklicherweise seien sich jedoch viele Menschen mit schlechten Sozialkompetenzen nicht bewusst, dass sie in diese Kategorie fielen, sagt der Wissenschaftler. Auch fehle es oft am sozialen Bewusstsein. Wenn es mit dem Date nicht klappe, sie den Job nicht bekämen oder mit ihren Kollegen oder ihrem Partner in Streit gerieten, sähen sie das Problem oft nicht bei sich selbst.
Der Grundstein für soziale Fähigkeiten werde schon im Kindesalter gelegt. Die Forscher empfehlen Eltern daher, die Zeit ihrer Kinder vor dem Bildschirm zu begrenzen und sie zu ermutigen, regelmäßig Kontakt zu Gleichaltrigen zu haben. Dies könne ein Ferienlager, Sport oder eine Kirchengruppe sein.

HH

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