Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Gehirnerschütterung? Speichel gibt Hinweise

Aktuelles

Mithilfe von bestimmten Molekülen könnte sich eine Gehirnerschütterung besser diagnostizieren lassen.

Bestimmte Moleküle im Speichel könnten bei der Diagnose einer Gehirnerschütterung helfen.
© RFBSIP - Fotolia.com

Di. 21. November 2017

Speichel gibt Hinweis auf Gehirnerschütterung

Eine Gehirnerschütterung zu diagnostizieren, ist manchmal nicht so einfach. Jetzt haben US-amerikanische Wissenschaftler herausgefunden, dass kleine, in der Spucke enthaltene Moleküle bei der Diagnose helfen und die Dauer einer Gehirnerschütterung vorhersagen könnten.

Anzeige

Bestimmte Moleküle im Speichel, sogenannte microRNAs, geben einen besseren Hinweis auf eine Gehirnerschütterung und sagen die Dauer der Symptome besser voraus, als die alleinige Befragung der Patienten. Dies berichten Forscher um Steven Hicks von der Pennsylvania State University in der Fachzeitschrift JAMA Pediatrics. MicroRNAs sind für die Genregulation wichtig und bestimmen mit, wie Information von Genen im Fall einer Krankheit oder Verletzung umgesetzt werden. Den Wissenschaftlern gelang es, fünf solcher microRNAs aus der Spucke junger Patienten mit einer Gehirnerschütterung zu isolieren, mit deren Hilfe sich bei 42 der 50 Teilnehmer akkurat bestimmen ließ, bei wem die Symptome länger oder weniger lang anhalten würden.

Normalerweise verschwinden die Symptome einer Gehirnerschütterung wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit oder Amnesie innerhalb von zwei Wochen. Bei etwa einem Drittel der Patienten dauern sie jedoch noch länger an, sagt Hicks. Normalerweise erhalten Betroffene den Rat, sich auszuruhen und keiner körperlichen Aktivität wie Sport nachzugehen, solange die Symptome noch vorhanden sind. Man müsse dem Gehirn genug Zeit zum Heilen geben, doch es sei nicht einfach, die genaue Zeitspanne zu definieren, so Hicks. Zu wissen, wie lange eine Gehirnerschütterung andauere, könne für die Behandlung einen deutlichen Unterschied ausmachen. Wüsste ein Arzt zum Beispiel von Anfang an, dass Symptome länger anhielten, könne er gleich entsprechende Medikamente verschreiben, statt zu warten, ob die Symptome von selbst weggehen. Bislang verließen sich Ärzte bei der Diagnose und Therapie von Gehirnerschütterungen auf die körperliche Untersuchung und eine Befragung ihrer Patienten zu den Symptomen. Die neuen Erkenntnisse könnten nun möglicherweise zu einem stärker auf Fakten basierenden Weg führen.

HH

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Jobangebot

Die aponet-Redaktion sucht einen Medizinjournalisten (m/w) als freien Mitarbeiter.

Erfahren Sie mehr in unserer Stellenanzeige.

Anzeige

Das A und O: Die konsequente Hautpflege!

NeurodermitisMit der richtigen Pflege können die speziellen Probleme der trockenen zu Neurodermitis neigenden Haut bekämpft werden. Trockene und gereizte Haut? Ohne die richtige Pflege ein Teufelskreis…

Lesen Sie hier mehr!

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Empfindliche Haut

Frau mit Hut im GrünenIm neuen Themenspecial "Empfindliche Haut"
lesen Sie auf aponet.de viel Wissenswertes rund um die richtige Hautpflege bei Neurodermitis und Rosazea.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen