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Vorzeitiges Ergrauen und Haarausfall sind offenbar Risikofaktoren für Herzkrankheiten.

Bei Männern unter 40 geben die Haare offenbar einen starken Hinweis auf das biologische Alter.
© VadimGuzhva - Fotolia.com

Do. 30. November 2017

Haarausfall und graue Haare: Risiko für Herzkrankheiten?

Immer häufiger wird bereits bei jüngeren Männern eine koronare Herzkrankheit diagnostiziert. Eine Zunahme, die sich mit den traditionellen Risikofaktoren allein nicht erklären lässt. Jetzt haben Forscher möglicherweise zwei neue Risikofaktoren entdeckt: Haarausfall und frühes Ergrauen.

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Dünner werdende Haare, die zu Geheimratsecken und Glatze führen, sowie das vorzeitige Grauwerden stehen einer neuen Studie zufolge bei Männern unter 40 mit einem mehr als fünffach erhöhten Risiko für eine koronare Herzkrankheit in Zusammenhang. Starkes Übergewicht war nur mit einem vierfach erhöhten Risiko einer frühen Herzkrankheit assoziiert, wie Dr. Sachin Patil vom U.N. Mehta Institute of Cardiology and Research Centre in Ahmedabad und Kollegen auf der Jahrestagung der Cardiological Society of India (CSI) berichteten. Die traditionellen Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, eine familiäre Vorgeschichte oder Rauchen deuten zwar ebenfalls auf ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung der Herzkranzgefäße hin, allerdings in einem sehr viel geringeren Ausmaß.

Glatzenbildung und vorzeitiges Ergrauen sollten als Risikofaktoren für eine koronare Herzkrankheit in Betracht gezogen werden, so das Fazit der Kardiologen. Diese Faktoren würden möglicherweise eher auf das biologische Alter hindeuten als auf das tatsächliche Lebensalter und könnten damit einen wichtigen Hinweis auf das kardiovaskuläre Risiko geben. Zumindest könnte es sinnvoll sein, bei jüngeren Männern mit Haarausfall oder grauen Haaren die Herzgesundheit zu überwachen und ihnen Ratschläge für einen gesünderen Lebensstil und einem besseren Umgang mit Stress zu geben. Eine Empfehlung für Cholesterinsenker lasse sich aus ihrer Studie jedoch noch nicht ableiten, so die Forscher, denn ob es sich tatsächlich um einen kausalen Zusammenhang handle, müssten erst noch weitere Studien zeigen.

HH

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