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Das Prickeln eines Sekts liefert Hinweise auf die Qualität.

Sekt und Champagner prickeln offenbar je nach Qualität auf eine einzigartige Art und Weise.
© drubig-photo - Fotolia

Fr. 29. Dezember 2017

Sekt: Prickeln liefert Hinweis auf Qualität

In der Silvesternacht werden wieder unzählige Sekt- und Champagnerkorken knallen. Dass es sich lohnt, dabei die Ohren zu spitzen, haben Akustik-Forscher jetzt herausgefunden. Ihnen zufolge ist beim Sekt nicht nur das Geräusch des Korkenknallens einzigartig, sondern auch sein Prickel-Geräusch. Die Blubber-Akustik und die Größenverteilung der Luftblasen liefern dabei offenbar auch einen Hinweis auf die Qualität des Getränks.

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Luftblasen haben laut den Forschern Kyle S. Spratt, Kevin M. Lee und Preston S. Wilson von der University of Texas in Austin, USA, eine starke Resonanz. "Sie klingen im Grund wie Glocken, und die Frequenz des Glockenklangs hängt zum Teil von ihrer Größe ab", erläutert Spratt. Dies wiederum lässt auf die Qualität schließen. So sei die Auffassung weit verbreitet, dass größere Luftblasen auf eine gute Qualität des Getränks hindeuten, so die Forscher.

Um die Eigenschaften von Luftblasen zu erforschen und wie sich diese auf die Unterwasser-Akustik auswirken, nutzen die Wissenschaftler normalerweise ein Hydrophon, mit dem sich Geräusche unter Wasser aufnehmen lassen. Mit der gleichen Technik hatten sie geplant, Luftblasen im Schaumwein zu untersuchen - was sich jedoch als nicht so einfach herausstellte. "Messungen in einem kohlensäurehaltigen Getränk vorzunehmen, war eine größere Herausforderung, als wir gedacht hatten", sagt Spratt, "vor allem, weil sich auf dem Hydrophon selbst Blasen bildeten und das die gesammelten Daten stark verändern kann." Sie nutzten daher ein besonders kleines Hydrophon.

Auch das Design einer Sektflöte sei nicht nur dazu gemacht, besonders ausgefallen auszusehen, sondern wirke sich sehr stark auf die Blasenbildung aus, so die Forscher. Und das Glas selbst sei ebenfalls ein Resonanzkörper, der sich auf die Messungen auswirken könne. Ihre Messmethode könnte ein Werkzeug sein, mit dem die Größenverteilung von Luftblasen in Schaumweinen überwacht werden könnte, so Spratt.

HH

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