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So lassen sich peinliche Situationen aushalten

Plötzlich im Mittelpunkt: Für viele Menschen ganz schön peinlich.
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Mi. 28. März 2018

So lassen sich peinliche Situationen aushalten

Etwas Falsches zu sagen, plötzlich im Mittelpunkt zu stehen oder derjenige zu sein, über den andere lachen, ist für viele extrem peinlich. Wie man solche Situationen überwinden kann, haben Forscher aus den USA untersucht. Ihnen zufolge kann ein Perspektivwechsel helfen.

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Wie die Forscher um Studienleiterin Li Jiang von der Carnegie Mellon University im Fachblatt "Motivation and Emotion" berichten, kann ein mentales Training über peinliche Situationen hinweghelfen. Der Schlüssel sei, die Position eines Dritten einzunehmen. Indem man sich in die Lage eines Beobachters versetze, sei es möglich, beschämende oder beunruhigende Gefühle zu überwinden. Das könne auch für Menschen wichtig sein, die bestimmten Situationen grundsätzlich aus dem Wege gehen, aus Furcht, es könnte peinlich werden.

Die Forscher hatten drei Studien mit Gruppen von Studenten durchgeführt. In der ersten zeigten sie den Teilnehmern einen Clip, in der jemand in einer Yogastunde versehentlich furzt. Die zweite Studie untersuchte die Reaktionen der Teilnehmer auf einen Spot, in dem es darum ging, wie man sich auf sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen kann. Die dritte Studie befragte die Teilnehmer zu einer Werbung, bei der einem Mann aus Versehen in Anwesenheit einer potentiellen neuen Liebes-Bekanntschaft ein Pups entwischt.

Wie die Forscher in den drei Studien zeigen konnten, nehmen Menschen, die in der Öffentlichkeit extrem befangen sind, in einer peinlichen Situation eher die Perspektive eines Akteurs ein, auch wenn dies andere betrifft. Unsichere Menschen fühlten sich zudem schon unwohl, wenn sie eine peinliche Werbung sahen. Allerdings sank die Befangenheit dieser Menschen, wenn sie sich selbst als Beobachter einer Situation vorstellen konnten und nicht als direkt daran Beteiligten. Das mentale Training sei allerdings ein Prozess, der Zeit und Arbeit erfordere und die entsprechenden kognitiven Ressourcen, so Jiang.

HH

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