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Forscher haben 6 Ekel-Kategorien identifiziert.

Ungeschützter Sex mit wechselnden Partnern ruft bei vielen Menschen Ekel hervor, wie eine neue Studie zeigt.
© dima_sidelnikov - Fotolia

Mi. 06. Juni 2018

Vor diesen 6 Dingen ekeln wir uns am meisten

Ekel ist entstanden ist, um unsere Vorfahren vor Infektionen zu schützen. Forscher haben jetzt zeigen können, dass sich der menschliche Ekel in sechs Kategorien einteilen lässt, die mit größeren Krankheitsrisiken einhergehen.

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Für die Studie hatten Forscher der London School of Hygiene and Tropical Medicine über 2.500 Personen befragt und 75 potenzielle Ekel-Szenarien erstellt, denen man begegnen kann. Dadurch gelang es ihnen, die sechs größten Ekel-Kategorien zu identifizieren:

  1. Mangelnde Hygiene
  2. Tiere wie Mäuse oder Insekten, die als Krankheitsüberträger gelten
  3. Riskantes Sexualverhalten wie ungeschützter Geschlechtsverkehr, wechselnde Partner oder Prostitution
  4. Untypisches Erscheinungsbild: offensichtlich kranke Menschen, Unter- oder Übergewichtige, starke Narben, Deformationen oder fehlende Gliedmaßen
  5. Hautauffälligkeiten wie Blasen, Pusteln, Beulen oder Eiter
  6. Verdorbene oder ungewöhnliche Nahrungsmittel

Infizierte Wunden mit Eiter wurden von der Mehrheit die Studienteilnehmer als besonders eklig eingeschätzt. Den Verstoß gegen Hygienenormen empfanden ebenfalls viele als besonders widerlich, wie die Forscher im Fachblatt Philosophical Transaction of the Royal Society B, Biological Sciences berichten.

Die Ergebnisse bestätigten die "Parasiten-Vermeidungs-Theorie": Diese besagt, dass Ekel entstanden ist, um Verhaltensweisen zu fördern, die das Infektionsrisiko minimieren. Jede der sechs Ekel-Kategorien stehe mit häufig auftretenden Infektionskrankheiten in der menschlichen Vergangenheit in Verbindung. Historisch gesehen habe der Verzehr verrotteter Lebensmittel beispielsweise Krankheiten wie Cholera begünstigt. Der enge Kontakt mit unhygienischen oder ungewöhnlich aussehenden Menschen könnte zur Übertragung von Lepra geführt, Sex mit vielen Partnern die Gefahr für Syphilis erhöht und der Kontakt mit offenen Wunden Pest und Pockeninfektionen begünstigt haben.

NK/HH

Quelle: DOI 10.1098/rstb.2017.0208

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