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Die Ehe könnte lebensverlängernd wirken.

Gesund alt werden: Mit einem Partner an der Seite stehen die Chancen dafür gut.
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Fr. 03. August 2018

Ehe schützt vor tödlichen Krankheiten

Der Familienstand als Risikofaktor für Herzerkrankungen und Schlaganfälle? Offenbar ist das nicht so abwegig: Personen, die alleinstehend, geschieden oder verwitwet sind, haben laut neuen Forschungsergebnissen ein höheres Risiko zu erkranken. Das zeigt eine weltweite Studie unter der Leitung der Keele University in Großbritannien in Zusammenarbeit mit der Macquarie University in Sydney.

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Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass die Ehe tatsächlich vor Herzkrankheiten und Schlaganfällen schützen könnte. Sogar die Überlebenschancen nach solchen Erkrankungen seien vom Beziehungs- und Familienstatus der Patienten abhängig. Aufgrund dieser Erkenntnisse, die im Journal Heart veröffentlicht wurden, schlagen die Wissenschaftler vor, den Familienstand als eigenen Risikofaktor für Herzkrankheiten und Schlaganfälle miteinzubeziehen. 80 Prozent der Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden mit den bekannten Risikofaktoren in Verbindung gebracht: Alter, Geschlecht, hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Rauchen und Diabetes. Aber es sei bislang noch nicht klar, was die übrigen 20 Prozent beeinflusst.

Die Analyse habe offengelegt, dass verglichen mit Menschen, die verheiratet waren, die Unverheirateten (nie verheiratet, geschieden oder verwitwet) ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (42 Prozent) und Herzgefäßerkrankungen (16 Prozent) hatten. Nicht verheiratet zu sein, wurde außerdem mit einem erhöhten Risiko für tödliche Herzgefäßerkrankungen (42 Prozent) oder tödliche Schlaganfälle (55 Prozent) in Zusammenhang gebracht.

Für die Studie hatten die Wissenschaftler eine große Anzahl an relevanten Forschungsprojekten durchforstet. Sie nutzten dafür 34 Studien, alle veröffentlicht zwischen 1963 und 2015, und analysierten dabei Daten von mehr als zwei Millionen Menschen im Alter von 42 bis 77 Jahren aus Europa, Skandinavien, Nordamerika, dem mittleren Osten und Asien. Künftige Forschung sollten sich den Wissenschaftlern zufolge nun darauf konzentrieren, ob der Familienstand eher einen Hinweis auf negatives Gesundheitsverhalten liefert oder ob der Familienstand als eigener Risikofaktor angesehen werden muss.

NK

Quelle: DOI 10.1136/heartjnl-2018-313005

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