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Eine hohe Feinstaubbelastung macht offenbar unglücklich.

In vielen Großstädten Chinas ist die Feinstaubbelastung sehr hoch. Das wirkt sich auch auf die psychische Gesundheit aus.
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Mi. 23. Januar 2019

China: Luftverschmutzung macht unglücklich

Feinstaub, Stickoxiden und Co wirken sich nicht nur negativ auf die körperliche Gesundheit aus, sondern auch auf die Stimmung: Darauf deutet eine chinesische Studie hin. Besonders Frauen sind dafür empfindlich.

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Forscher aus China und Amerika haben die Stimmung in 210 Millionen Tweets von Menschen aus chinesischen Großstädten analysiert und festgestellt, dass die Menschen unglücklicher sind, wenn die Luftverschmutzung hoch ist. An Tagen mit hoher Feinstaubbelastung zeigten die Menschen vermehrt ein impulsives und riskantes Verhalten. Die Forscher nehmen an, dass dies möglicherweise die Folge kurzfristiger Depressionen und Angstzuständen sein könnte. Forschungsleiterin Siqi Zheng vom Massachusetts Institute of Technology stellt fest: "Umweltverschmutzung hat auch emotionale Kosten. Die Menschen sind unglücklich, und das führt dazu, dass sie möglicherweise irrationale Entscheidungen treffen."

Luftverschmutzung ist in den Metropolen Chinas ein großes Problem. Forscher der Universität in Hong Kong schätzen, dass in China 1,1 Millionen Menschen vorzeitig aufgrund der hohen Luftverschmutzung sterben. Trotz der hohen wirtschaftlichen Wachstumsrate von acht Prozent nimmt die Zufriedenheit der in den Städten lebenden Chinesen nicht erwartungsgemäß zu. Ihre Lebensqualität leidet unter der Luftverschmutzung, die durch die Industrialisierung des Landes, die Verbrennung von Kohle und den zunehmenden Autoverkehr verursacht wird. Weitere Sorgen machen den Chinesen steigende Wohnungspreise, die Lebensmittelsicherheit und unzureichende öffentliche Dienstleistungen.

Forscher aus China und Amerika hatten zwischen März und November 2014 die Stimmung in 210 Millionen Tweets von Menschen aus 144 chinesischen Großstädten untersucht. Mit einem maschinenlernenden Algorithmus wurde die Stimmung der Tweets analysiert und mit dem Wetter sowie der Feinstaubemission mit Partikeln bis zu einer Größe von 2,5 Mikrometer zu dem jeweiligen Zeitpunkt abgeglichen.

ZOU

Quelle: DOI 10.1038/s41562-018-0521-2

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