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Der Zusammenhang zwischen Fitness und Gehirnfunktion ist besonders bei Männern stärker ausgeprägt.

Eine bessere Fitness geht mit besseren Gehirnfunktionen einher - besonders bei Männern.
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Fr. 15. Februar 2019

Sport bringt das Männer-Gehirn auf Trab

Körperliche Fitness wirkt sich besonders im Alter auch auf die Gehirnfunktion aus. Neue Ergebnisse haben gezeigt, dass es bei älteren Erwachsenen jedoch Geschlechtsunterschiede gibt: Bei Männern hat sich ein deutlich stärkerer Zusammenhang zwischen Fitness und Gehirnfunktion ergeben.

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Mittels Hirnscans maßen die Forscher, wie effizient bestimmte Netzwerke im Gehirn der Studienteilnehmer arbeiteten. Diese Netzwerke tragen dazu bei, aufmerksam und konzentriert zu sein sowie sich zeitlich zu organisieren. Ein hohes kardiorespiratorisches Fitnessniveau war mit einer besseren Effizienz dieser Netzwerke verbunden. Bei Männern trat dieser Trainingseffekt deutlicher zutage als bei Frauen. Allerdings hatten Frauen, was die grundsätzliche Effizienz dieser Netzwerke angeht, die Nase vorn. Sie konnten jedoch ihre Hirnleistung durch körperliches Training kaum weiter steigern.

Die kardiorespiratorische Fitness ist ein Maß dafür, wie effizient Sauerstoff beim Sport an die Muskeln abgegeben wird. Sie wurde schon zuvor mit Veränderungen im Nervengewebe des Gehirns und einer besseren Hirnfunktion im späteren Lebensalter in Verbindung gebracht. In früheren Studien wurde auch festgestellt, dass die kardiorespiratorische Fitness mit der Funktionsweise des Gehirns während Ruhephasen zusammenhängt, die sich mit dem Alter verändert und die Leistungsfähigkeit des Gehirns negativ beeinflussen kann.

Das Forschungsteam, dessen Ergebnisse im Journal of Applied Physiology veröffentlicht wurden, untersuchte zwei nach Geschlecht getrennte Gruppen mit Männern bzw. Frauen im durchschnittlichen Alter von 67 Jahren. Sie ermittelten deren kardiorespiratorische Fitness und führten Hirnscans durch, um die Nervenfunktion sowohl innerhalb bestimmter Gehirnnetzwerke als auch insgesamt zu messen.

ZOU

Quelle: DOI 10.1152/japplphysiol.01046.2018

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