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Nächtlicher Harndrang kostet die Wirtschaft sehr viel Geld.

Wer nachts häufig zur Toilette muss, ist am nächsten Tag weniger leistungsfähig.
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Di. 12. März 2019

Nachts aufs Klo: Nicht nur lästig, sondern auch teuer

Bei Menschen, die nachts mehrmals zur Toilette müssen, ist nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigt, sondern auch ihre Produktivität. Amerikanische Forscher haben errechnet, dass die deutsche Wirtschaft Einbußen in Höhe von 8,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr durch nächtliches Wasserlassen hat.

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Menschen, die zwei- oder mehrmals pro Nacht aufwachen, um auf die Toilette zu gehen, fehlen häufiger krankheitsbedingt bei der Arbeit oder sind weniger produktiv, weil der gestörte Nachtschlaf sie beeinträchtigt. In einer Studie aus den USA wird geschätzt, dass Personen, die nachts häufig zur Toilette müssen, wegen Fehlzeiten und geringerer Produktivität durchschnittlich sieben Arbeitstage pro Jahr verlieren. Außerdem berichten sie von einer verminderten Lebenszufriedenheit, die ähnlich stark sei wie bei Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Asthma.

Ökonom Marco Hafner, der die Studienarbeiten leitete, sagt: "Ärzte übersehen das Gesundheitsproblem Nykturie oft. Sie geht mit Schlafverlust einher, und Patienten berichten von ihrer Erkrankung oft erst, wenn sie unerträglich wird und ihr Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt."

In den USA, Großbritannien, Deutschland, Spanien, Japan und Australien leiden zwischen 13 und 17 Prozent der Erwerbsbevölkerung an nächtlichem Harnlassen, der sogenannten Nykturie. Die wirtschaftlichen Verluste werden in den USA auf 44,4 Milliarden US-Dollar geschätzt, gefolgt von Japan mit etwa 13,7 Milliarden US-Dollar und Deutschland mit 8,4 Milliarden US-Dollar.

ZOU

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