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Entsprechend trainiert können Hunde Krankheiten wie Diabetes oder Krebs aufspüren - und offenbar auch epileptische Anfälle.

Mit ihrer feinen Nase können Hunde vieles aufspüren - unter anderem offenbar auch epileptische Anfälle.
© iStock.com/lolostock

Di. 23. April 2019

Feine Hundenasen erkennen epileptische Anfälle

Hunde können darauf trainiert werden, bestimmte Krankheiten wie Diabetes, Leberentzündungen oder sogar bestimmte Krebsformen durch Geruch wahrzunehmen. In Massachusetts ist es nun gelungen, Hunde so zu trainieren, dass sie epileptische Anfälle erkennen.

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In einem Hundeausbildungszentrum in Massachusetts wurden fünf Hunde so geschult, dass sie unter mehreren Geruchsproben ein und desselben Menschen in verschiedenen Situationen diejenige herausfanden, bei der ein epileptischer Anfall stattgefunden hatte. So trainierte Hunde erkannten auch Geruchsproben von Menschen mit einem epileptischen Anfall, die ihnen fremd waren, wie die Forscher in der Fachzeitschrift Scientific Reports berichten.

Von fünf Epileptikern wurden je sieben Geruchsproben gewonnen, eine während eines Anfalls und sechs andere in normalen Situationen bei verschiedenen Aktivitäten, zum Beispiel beim Sport. Von den fünf Hunden identifizierten alle die Anfallsproben korrekt, drei Hunde machten überhaupt keine Fehler und zwei Tiere lagen bei zwei Drittel der Proben richtig – damit waren sie immer noch deutlich besser als bei einem Zufallsergebnis.

Obwohl die Stichprobe mit je fünf Hunden und Patienten nur klein war, zeigte die Studie deutlich, dass epileptische Anfälle mit einem charakteristischen Geruch einhergehen, der von Hunden aufgespürt werden kann. Ob die Hunde auch einen drohenden Anfall riechen könnten, kann mit dieser Studie allerdings nicht beantwortet werden.

Schon frühere Berichte von "Anfallwarnhunde" belegen, dass diese Epileptiker auf einen kommenden Anfall aufmerksam machen können. Auf diese Weise gewinnen die Patienten Zeit, sich darauf vorzubereiten und zum Beispiel Stürze zu vermeiden. Bisher war unklar, ob die Hunde dies am Geruch des Patienten erkennen oder ob sie feine Zeichen aus dem Verhalten oder der Stimme ihres Besitzers wahrnehmen.

ZOU

Quelle: nature.com/articles/s41598-019-40721-4

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