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Nahtoderfahrungen sind offenbar häufiger als gedacht.

Erlebnisse an der Grenze zwischen Leben und Tod: Einige Menschen berichten nach lebensbedrohlichen Situationen wie einem Herzinfarkt von solchen Erfahrungen.
© iStock.com/dolgachov

Di. 02. Juli 2019

Einer von zehn Menschen hat Nahtoderfahrungen

Laut einer neuen Studie mit Teilnehmern aus 35 Ländern berichten rund zehn Prozent aller Menschen von Nahtoderlebnissen. Bei solchen Erfahrungen, die wissenschaftlich nicht erklärbar sind, kommt es zu außerkörperlichen Empfindungen, Halluzinationen, rasenden Gedanken und Zeitverzerrungen.

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Von 1.034 Teilnehmern hatten 289 Personen Nahtoderfahrungen gemacht. Die am häufigsten genannten Empfindungen waren eine abnormale Zeitwahrnehmung (87 Prozent), außergewöhnliche Gedankengeschwindigkeit (65 Prozent), außergewöhnlich lebendige Sinne (63 Prozent) und das Gefühl, vom Körper getrennt zu sein (53 Prozent).

Diese Nahtoderfahrungen traten im übrigen nicht nur bei Menschen auf, die eine lebensbedrohliche Situation wie einen Herzinfarkt, Autounfall, Ertrinken oder eine Kampfsituationen befunden hatten. Auch Personen, die sich nicht unmittelbarer in Todesgefahr befanden, berichteten von solchen Erlebnissen.

Die Studienteilnehmer mit Nahtoderfahrungen beschrieben beispielsweise, dass sie sich in völligem Frieden gefühlt hatten, ihre Seele ausgesaugt worden sei, Engel sangen, sie sich außerhalb ihres Körpers befanden, dass ihr Leben vor ihnen aufblitzte oder sie sich in einem dunklen Tunnel befanden, bevor sie ein helles Licht erreichten. Rund 55 Prozent empfanden die Erfahrung als lebensbedrohlich, 27 Prozent bezeichneten sie als angenehm.

Die Forscher fanden zudem einen Zusammenhang zwischen Nahtoderfahrungen und dem sogenannten REM-Schlaf, einer Schlafphase, in der wir besonders lebhaft träumen. Sie glauben, dass das bessere Verständnis des Übergangs vom REM-Schlaf zum Wachzustand auch das Verständnis für Nahtoderfahrungen verbessern wird.

Die Studienergebnisse wurden auf dem 5. Kongress der Europäischen Akademie für Neurologie (EAN) von Forschern der Universitäten in Kopenhagen und Trondheim präsentiert. Für die Studie hatten sie 1.034 Personen aus 35 Ländern online befragt.

ZOU

Quelle: DOI 10.1212/01.wnl.0000204296.15607.37

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