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Je mehr man sich bewegt, desto geringer ist das Risiko für einen vorzeitigen Tod.

Auch flottes Gehen trägt zur körperlichen Fitness und Gesundheit bei.
© iStock.com/jacoblund

Di. 27. August 2019

Jede Bewegung senkt das Risiko für einen frühen Tod

Wer es schafft, sich jeden Tag zu bewegen, senkt damit das Risiko für einen vorzeitigen Tod. Entscheidend ist dabei nicht unbedingt die Intensität, wie ein multinationales Forscherteam jetzt zeigt. Was jedoch vermieden werden sollte: Täglich 9,5 Stunden oder mehr Zeit im Sitzen zu verbringen.

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Die im Fachblatt BMJ veröffentlichte Auswertung von acht Studien mit insgesamt 36.383 Erwachsenen ab 40 Jahren zeigt, dass jede körperliche Aktivität, unabhängig von der Intensität, mit einem wesentlich geringeren Risiko für einen vorzeitigen Tod verbunden war.

Während der Beobachtungszeit von knapp sechs Jahren starben 5,9 Prozent der Studienteilnehmer. Als man sie entsprechend ihrer körperlichen Aktivität in Gruppen einteilte, offenbarte sich, dass die Zahl der Todesfälle stark zurückging, wenn die gesamte körperliche Aktivität täglich etwa 300 Minuten bei geringer Intensität oder 24 Minuten bei mittlerer Intensität erreichte: Bei diesen Werten war die Sterberate halbiert im Vergleich zu Personen, die sich wenig oder gar nicht körperlich betätigen. Ein weiteres wichtiges Ergebnis war, dass 9,5 Stunden tägliches Sitzen ebenfalls das Risiko für einen Tod im Beobachtungszeitraum erhöhte, wobei jede zusätzliche Stunde die Sterberate weiter ansteigen ließ.

Professor Tom Yates, Professor für körperliche Aktivität, Bewegungsmangel und Gesundheit an der Universität von Leicester, sagte: "Diese Ergebnisse sind fantastisch. Bisher wurde allgemein angenommen, dass mehr besser ist, wenn es um körperliche Aktivität geht. Diese Studie legt jedoch nahe, dass die Gesundheit mit nur 24 Minuten zügigem Gehen oder anderen Formen von körperlicher Aktivität mittlerer Intensität pro Tag optimiert werden kann."

Wer die empfohlenen Werte für körperliche Aktivität mittlerer Intensität nicht erreicht, könne demnach mehr leichte Aktivitäten ausführen – wichtig ist es, mehr auf den Beinen zu sein. Beispiele für Aktivitäten mit geringer Intensität sind langsames Gehen oder leichte Aufgaben wie Kochen oder Geschirr spülen. Zu moderaten Aktivitäten zählen alle Aktivitäten, bei denen sich die Atmung beschleunigt, wie etwa zügiges Gehen.

ZOU

Quelle: DOI 10.1136/bmj.l4570

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