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Mithilfe künstlicher Intelligenz und eines EKGs lassen sich Aussagen über den Gesundheitszustand einer Person machen.

Mit einem Elektrokardiogramm (EKG) können Ärzte Herzfrequenz und Herzrhythmus analysieren und feststellen, ob ein Patient unter Herzkrankheiten leidet.
© nyul - Fotolia

Fr. 30. August 2019

Künstliche Intelligenz: EKG kann das biologische Alter zeigen

Ein Elektrokardiogramm (EKG) misst die elektrische Aktivität des Herzens. Da Alter und Geschlecht das Ergebnis beeinflussen, kamen Forscher der Mayo Klinik in Rochester auf die Idee, mit Hilfe künstlicher Intelligenz und einem EKG das biologische Alter von Patienten zu berechnen. Im Gegensatz zu den Daten im Personalausweis lässt das biologische Alter Rückschlüsse auf die allgemeine Gesundheit zu.

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Die Forscher stellten fest, dass sie aus einem EKG mit Hilfe künstlicher Intelligenz in 90 Prozent der Fälle das Geschlecht eines Patienten richtig zuordnen und die chronologische Altersgruppe eines Patienten mit einer Genauigkeit von 72 Prozent bestimmen konnten. "Der Beweis, dass wir eine Art biologisches Alter erkennen, war sowohl überraschend als auch hochinteressant für seine potenzielle Rolle in der künftigen Ergebnisforschung", sagte Prof. Dr. Suraj Kapa, Direktor für Augmented and Virtual Reality Innovation an der Mayo Clinic in Rochester.

"Eine genauere Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustands kann Ärzten dabei helfen, zu bestimmen, welche Patienten sie weiter untersuchen sollten, um festzustellen, ob Krankheiten ohne Symptome vorliegen, die von einer frühzeitigen Diagnose und Therapie profitieren könnten", so Kapa.

Wie sie in der Zeitschrift "Circulation: Arrhythmia and Electrophysiology" beschreiben, haben die Forscher ein selbstlernendes Computerprogramm mit EKG-Daten von fast 500.000 Patienten gefüttert und anschließend an weiteren 275.000 Patienten getestet, wie gut es deren Geschlecht und Alter vorhersagen kann. In das biologische Alter fließen z. B. Ereignisse wie Herzinfarkt oder eine Erkrankung der Herzkranzgefäße mit ein. In dieser Studie handelte es sich bei allen Teilnehmern um Patienten, deren EKGs zur Diagnose von Krankheiten aufgenommen wurden. Deshalb müssen die Ergebnisse mit Gesunden weiter überprüft werden.

ZOU

Quelle: DOI 10.1161/CIRCEP.119.007284

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