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Ein Smart Shirt kann die Lungenfunktion messen.

Profisportler nutzen schon heute Smart Shirts zur Überwachung ihrer Lungenfunktion. Auch bei COPD-Patienten könnten sie bald zum Einsatz kommen.
© champja/iStockphoto

Mi. 16. Oktober 2019

Spezielles T-Shirt misst die Lungenfunktion

Ein in den Niederlanden entwickeltes "Smart Shirt" kann die Lungenfunktion messen, indem es Bewegungen in Brust und Bauch registriert. Im Vergleich zu herkömmlichen Testgeräten funktioniert es ausreichend genau, ohne die Träger in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken. Mithilfe des Shirts könnten etwa Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) aus der Ferne überwacht werden.

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Das Shirt, mit dem man die Atmung von Menschen bei Alltagsaktivitäten wie Treppensteigen und der Hausarbeit über eine mobile App messen kann, wurde auf dem internationalen Kongress der European Respiratory Society vorgestellt. Bisher wird die Atmung von Patienten mit COPD in der Klinik mit speziellen Geräten, einer Gesichtsmaske und einem Computer überprüft, für alltägliche Aktivitäten ist dies jedoch ungeeignet.

Sogenannte "Smart Shirts" gibt es bereits, sie messen anhand der Ausdehnung beim Atmen das Lungenvolumen und werden z. B. von Profisportlern verwendet. Denise Mannée und Kollegen haben an 15 gesunden Freiwilligen getestet, ob die Shirts eine ausreichend genaue und praktische Alternative für die Messung der Lungenfunktion darstellen, indem sie mit dem Smart Shirt und der konventionellen Methode gleichzeitig Aufzeichnungen gemacht haben. Der Vergleich der Messergebnisse zeigte, dass der Unterschied im Liegen durchschnittlich 0,2 Prozent betrug, was wenigen Millilitern Luft entspricht. Bei anstrengenderen Tätigkeiten waren die Unterschiede etwas größer, beispielsweise betrug der Unterschied beim Staubsaugen im Durchschnitt 3,1 Prozent oder etwa 40 ml.

Die Teilnehmer sagten, die Hemden seien bequem und könnten unter der normalen Kleidung getragen werden. Die Forscher planen nun, ähnliche Tests mit Smart-Shirts bei COPD-Patienten durchzuführen und glauben, dass die Technologie auch bei weiteren Atemwegserkrankungen wie Asthma, Mukoviszidose oder nach einer Transplantation hilfreich sein könnte.

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