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Immer mehr Mütter tauschen Muttermilch im Internet privat aus.

Muttermilch liefert Säuglingen alles, was sie in den ersten Monaten brauchen, um sich gesund zu entwickeln.
© Ekaterina Demidova, Colourbox

Di. 26. November 2019

Private Muttermilch-Spenden sind ein Risiko

Muttermilch ist die beste Nahrung für Säuglinge und liefert ihnen alles, was sie für eine gesunde Entwicklung brauchen. Aber nicht alle Frauen können oder wollen ihre Babys stillen. In den USA nimmt ein privater Milch-Austausch zwischen Müttern deshalb immer mehr zu – ein Vorgehen, von dem Kinderärzte abraten.

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Auf der derzeit stattfindenden Jahrestagung der Amerikanischen Akademie für Pädiatrie in New Orleans widmen sich zwei Vorträge dem privaten Austausch von Muttermilch, der sich in den USA zunehmender Beliebtheit erfreut. In einer anonymen Facebook-Umfrage gaben mehr als die Hälfte Mütter an, keine Sicherheitsbedenken hinsichtlich der privat gespendeten Muttermilch zu haben, und fast 80 Prozent forderten keine medizinische Untersuchung der Spenderinnen, weil sie "ihnen vertrauten".

Fachleute raten von der Verwendung privat geteilter Muttermilch klar ab, weil das Risiko besteht, dass sich darin Krankheitserreger, Medikamente, Alkohol, illegalen Drogen oder andere Verunreinigungen befinden.

Teilen von Muttermilch wird immer beliebter

Nikita Sood vom Cohen Children's Medical Center/Northwell Health in New York sagte: "Teilen von Milch wird immer beliebter und verbreitet sich. Es ist daher entscheidend, dass Ärzte sich dieser Praxis und den damit verbundenen Risiken bewusst sind, damit sie die Patienten aufklären." Die Patientinnen seien sich nicht über die potenziellen Risiken beim inoffiziellen Teilen von Milch im Klaren und würden dies auch häufig ihren Ärzten verschweigen.

Frauen, deren Milch nicht ausreicht, um ihr Kind in den ersten Monaten ausschließlich zu stillen, können Säuglingsnahrung verwenden oder in den USA offizielle Milchbanken nutzen. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer befürchteten jedoch, dass die Kosten an Milchbanken zu hoch seien, gefolgt von Bedenken hinsichtlich der Qualität und der Möglichkeit, ein Rezept für Muttermilch zu erhalten.

ZOU

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