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Ein Diabetes-Medikament könnte den Rauchstopp erleichtern.

© iStock.com/Antonio_Diaz

Di. 05. November 2019

Hilft ein Diabetes-Medikament beim Rauchstopp?

Ein Medikament, das normalerweise für die Behandlung von Typ-2-Diabetes verwendet wird, lindert die typischen Symptome eines Nikotinentzugs bei Ratten und Mäusen. Das zeigt eine jüngst im "Journal of Neuroscience" erschienene Studie. Die Ergebnisse könnten zu einer neuen Strategie im Kampf gegen das Rauchen führen.

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Heißhungerattacken, reichlich Appetit, Unruhe, Angstzustände, Reizbarkeit und Depressionen: Mit diesen Dingen haben viele Raucher zu kämpfen, wenn sie versuchen, auf die Glimmstängel zu verzichten. Auch wenn der Wunsch aufzuhören groß ist, rauchen viele wegen der starken Nebenwirkungen des Nikotinentzugs weiter. Ihnen könnte vielleicht künftig der Wirkstoff Pioglitazon dabei helfen, ihre Sucht loszuwerden.

Man hat festgestellt, dass das Diabetes-Medikament auch im Gehirn in Bereichen wirkt, die an der Drogenabhängigkeit beteiligt sind. Tests an Mäusen und Ratten bestätigten dies: Wenn der Wirkstoff ins Gehirn der Tiere injiziert wurde, verringerten sich bei ihnen die Symptome eines Nikotinentzugs, z. B. Pfotenzittern, Zähneklappern, Kopfwackeln und Angstzustände.

Nikotinkonsumenten haben ein 30 Prozent höheres Risiko, an Typ-II-Diabetes zu erkranken. Die Forscher nehmen an, dass Pioglitazon rauchenden Diabetikern in doppelter Hinsicht helfen könnte: Indem es die körperlichen und emotionalen Entzugssymptome mildert, erleichtert es die Entwöhnung von der Zigarette, und gleichzeitig wird die Insulinresistenz verringert.

ZOU

Quelle: DOI 10.1523/JNEUROSCI.1922-19.2019

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