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Skilanglauf hat offenbar diverse Vorteile für die Gesundheit.

Langlauf ist eine beliebte Wintersportart, die sich auch positiv auf die Gesundheit auswirkt.
© iStock.com/kzenon

Do. 28. November 2019

Skilangläufer leiden seltener an Depressionen und Demenz

Langlauf ist offenbar eine Sportart mit vielen gesundheitlichen Vorteilen: Sie halbiert das Risiko für eine Depression, eine eventuelle Parkinson-Erkrankung tritt später ein und auch das Risiko einer Demenz ist reduziert. Das zeigt eine Langzeit-Untersuchung von knapp 200.000 Menschen, die zwischen 1989 und 2010 an dem berühmten schwedischen Vasaloppet, einem Skilanglaufrennen über 90 Kilometer, teilgenommen hatten.

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Forscher der Universitäten in Lund und Uppsala haben die Skilangläufer mit der Allgemeinbevölkerung verglichen und festgestellt, dass ihr Risiko für Depressionen zwei Jahrzehnte später um die Hälfte reduziert war: 1.030 Sportler und 2.045 Personen aus der Kontrollgruppe waren erkrankt.

21 Jahre nach der Teilnahme an dem Skirennen wurde bei 119 Personen Parkinson diagnostiziert, in der Kontrollgruppe waren es 164 Personen. Der Unterschied zwischen den körperlich aktiven Personen und der allgemeinen Bevölkerung schien sich jedoch im Laufe der Zeit zu verringern.

Vaskuläre Demenz tritt seltener auf

Die Wahrscheinlichkeit der Sportler, später aufgrund von Durchblutungsstörungen im Gehirn an einer vaskulären Demenz zu erkranken, war ebenfalls um 50 Prozent niedriger. Überraschenderweise war ihr Risiko, an Alzheimer zu erkranken, nicht vermindert, was im Widerspruch zu Studien anderer Arbeitsgruppen steht, die zu dem Ergebnis gekommen waren, dass körperliche Aktivität einen Einfluss auf Alzheimer hat.

In einer Bevölkerungsstudie namens "Malmö Diet and Cancer" kamen die Forscher aber zu ähnlichen Ergebnissen: Die Teilnehmer, die am stärksten körperlich aktiv waren, hatten ein geringeres Risiko für eine vaskuläre Demenz, während keine signifikanten Unterschiede bei der Entwicklung der Alzheimer-Krankheit zwischen den Gruppen mit der höchsten und niedrigsten körperlichen Aktivität zu beobachten waren.

ZOU

Quellen:

DOI 10.1186/s13195-019-0538-4

DOI 10.3233/JPD-191762

DOI 0.1016/j.psychres.2019.112546

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