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Kinder, die im Dezember geboren werden, sterben später seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Babys, die im Dezember auf die Welt kommen, haben ein geringeres Risiko, später im Leben an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben.
© NataliaDeriabina/iStockphoto

Fr. 20. Dezember 2019

Dezember-Kinder sterben seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Der Geburtsmonat könnte einen Einfluss auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems haben: Eine Auswertung von Daten einer seit 1976 laufenden Studie mit über 100.000 Krankenpflegerinnen hat ergeben, dass diejenigen, die im Dezember geboren sind, ein geringeres Risiko für einen Tod durch eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben.

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Die 38 Jahre währende Langzeitstudie stützt die Vermutung, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Geburtsmonat und Todesfälle durch Herzinfarkte oder Schlaganfälle gibt. In dieser Zeit kam es zu 43.248 Todesfällen, von denen 8.360 durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingt waren. Während die Gesamt-Sterblichkeit keine Zusammenhänge mit dem Geburtsmonat oder der Jahreszeit erkennen ließ, traten Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Personen, die im Herbst und Winter geboren waren, seltener auf. Besonders niedrig war die Sterblichkeit bei den Frauen, die ihren Geburtstag im Dezember feierten. Obwohl in der Studie nur Frauen untersucht wurden, gehen die Forscher davon aus, dass für Männer ähnliches gilt.

Vitamin D könnte eine Rolle spielen

Die Ursache dafür ist noch unklar, aber die Forscher konnten Faktoren wie Alter, Bildung, Vermögensverhältnisse, Lebensgewohnheiten, Rauchverhalten, Körpergewicht, Cholesterinwerte, und körperliche Aktivität bzw. Fitness weitgehend ausschließen. Sie nehmen vielmehr an, dass Vitamin D eine Rolle spielen könnte, das je nach Geburtsmonat in geringerer oder höherer Konzentration vorhanden gewesen sein könnte.

Die Epidemiologin Prof. Dr. Eva Schernhammer sagte: "Der Zusammenhang zwischen Geburtsmonat und einem höheren Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben, wurde bereits früher dokumentiert. Aber mit unserer Arbeit, die zugleich auch eine der größten Studien bisher ist, konnten wir sozioökonomische Faktoren als ursächlich für diesen Zusammenhang weitestgehend ausschließen." Die zugrundeliegenden Mechanismen müssten nun in Folgestudien weiter untersucht werden.

ZOU

Quelle: DOI 10.1136/bmj.l6058

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