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Irgendwann bekommen die Kinder spitz, dass nicht der Weihnachtsmann die Geschenke bringt.

Irgendwann bekommen die Kinder spitz, dass nicht der Weihnachtsmann die Geschenke bringt.
© bokan - Fotolia

Mo. 23. Dezember 2019

Mit acht Jahren ist der Weihnachtsmann passé

Der Frage, wie lange Kinder an den Weihnachtsmann glauben, hat sich Psychologe Professor Chris Boyle von der Universität Exeter gewidmet. Er bat Menschen auf der ganzen Welt, ihm zu erzählen, wie sie ihren Glauben an den Weihnachtsmann verloren haben und ob das Wissen, dass sie einem Schwindel aufgesessen sind, das Vertrauen in ihre Eltern beeinträchtigt hat.

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Professor Boyle erhielt 1.200 Antworten auf seine Exeter Santa Umfrage, aus denen hervorging, dass Kinder ihren Eltern meist auf die Schliche kommen, weil diese Fehler machen.

Zum Beispiel hatte jemand mit zehn Jahren seine Eltern dabei beobachtet, wie sie die für den Weihnachtsmann und das Rentier ausgelegten Gaben selbst gegessen und ausgetrunken haben. Eine 11-Jährige wurde geweckt, weil ihr Vater Geschenke fallen ließ. Andere haben Geschenke erkannt, die vor Weihnachten in der Wohnung versteckt waren. Wunschzettel oder Briefe an den Weihnachtsmann, die sich zu Hause wiederfanden, hatten manchen die Illusion geraubt, aber auch heimlich geschriebene Mitteilungen, auf die keinerlei Reaktionen folgten. Andere typische Fettnäpfchen, in die Eltern treten: Kinder erkennen bei Eltern und Weihnachtsmann dieselbe Handschrift, finden Preisschilder auf den Geschenken vom Weihnachtsmann oder erkennen die Person, die sich im Weihnachtsmannkostüm versteckt.

Aber auch Lehrer tragen manchmal dazu bei, dass Kinder auf dem harten Boden der Realität landen: Ein Lehrer, der seinen 7-jährigen Schülern einen Aufsatz darüber aufgab, wie sie herausfanden, dass der Weihnachtsmann nicht echt war, dürfte mit den Eltern anschließend einige Telefonate geführt haben. Auch die nüchterne Information, dass niemand am Nordpol lebt, ließ aufmerksame Schüler stutzen. Neunjährige begreifen, dass der Schlitten einfach zu klein ist, um die vielen Geschenke zu transportieren – und der Weihnachtsmann zu dick, um durch den Schornstein zu kommen, ganz abgesehen von der Tatsache, dass er sich dabei üble Verbrennungen zuziehen müsste und Rentiere nicht fliegen können.

Eine Mutter schilderte, dass sie in die Schule gerufen worden sei, weil ihr Sohn einem Schulkameraden die Nase blutig geschlagen habe. Der hatte behauptet, dass es keinen Weihnachtsmann gebe. Ihr 7-jähriger Sohn war der Meinung, dass man nicht lügen dürfe und glaubte weitere drei Jahre lang fest an den Weihnachtsmann.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus der Befragung zeigt:

  • Mit durchschnittlich acht Jahren hören die Menschen auf, an den Weihnachtsmann zu glauben.
  • 34 Prozent der Menschen würden gern immer noch an den Weihnachtsmann glauben, aber für 50 Prozent war es völlig in Ordnung, zu wissen, dass es ihn nicht gibt.
  • Bei etwa 34 Prozent der Befragten hatte der Glaube an den Weihnachtsmann Einfluss auf ihr Verhalten als Kind, 47 Prozent beeindruckte er nicht.
  • 65 Prozent der Menschen hatten als Kinder den Weihnachtsmann-Mythos aufrechterhalten, obwohl sie wussten, dass er nicht stimmte.
  • Ein Drittel der Befragten war verärgert, als sie feststellten, dass der Weihnachtsmann nicht echt war. 15 Prozent fühlten sich von ihren Eltern verraten und zehn Prozent waren wütend.
  • Bei 56 Prozent der Befragten wurde das Vertrauen in Erwachsene nicht durch die Weihnachtsmann-Lüge erschüttert, bei 30 Prozent war dies der Fall.
  • Von ihrem Kind direkt gefragt, bestritten 31 Prozent der Eltern, dass der Weihnachtsmann nicht echt sei, 40 Prozent gaben es zu.
  • 72 Prozent der Eltern erzählen ihren Kindern gerne vom Weihnachtsmann, der Rest lehnte dies ab.

ZOU

Quelle: Bericht der Universität Exeter

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