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Viele Faktoren, unter anderem die Ernährung, kann Angsterkrankungen begünstigen.

Mindestens zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse täglich: Wer sich daran hält, macht nichts falsch.
© Foxys_forest_manufacture/iStockphoto

Fr. 28. Februar 2020

Angststörung durch zu wenig Obst und Gemüse

Erwachsene, die sehr wenig Obst und Gemüse essen, haben einer kanadischen Längsschnittstudie zufolge eine höhere Wahrscheinlichkeit für Angststörungen. Auch der Fettanteil im Körper, Geschlecht, Familienstand, Einkommen und verschiedene gesundheitliche Probleme erhöhten das Risiko.

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Wer weniger als drei Portionen Obst- und Gemüse täglich aß, hatte laut der Studie eine um 24 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit für die Diagnose einer Angststörung. Mehr als eine Portion Gebäck pro Tag steigerte das Risiko um 55 Prozent. Das könnte zumindest teilweise erklären, warum übergewichtige Menschen häufiger erkranken: Bei einem Gesamtkörperfettanteil über 36 Prozent stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Angststörung um mehr als 70 Prozent.

"Mehr Körperfett kann zu einer stärkeren Entzündung führen. Neue Forschungsergebnisse deuten an, dass einige Angststörungen ebenfalls mit einer Entzündung verbunden sein könnten", sagte Studienleiterin Karen Davison.

Frauen, Singles und Geringverdiener häufiger betroffen

Neben der Ernährung und Körperzusammensetzung wirkten sich auch andere Faktoren auf die Häufigkeit von Angststörungen aus: Eine von neun Frauen litten an einer Angststörung im Vergleich zu einem von fünfzehn Männern. Auch bei Personen, die immer ledig waren, kamen Angsterkrankungen häufiger vor als bei Personen, die mit einem Partner zusammenlebten (13,9 bzw. 7,8 Prozent). Ungefähr jeder fünfte Befragte mit einem Haushaltseinkommen von weniger als 20.000 US-Dollar pro Jahr hatte Angststörungen, mehr als doppelt so oft wie besser verdienende Altersgenossen.

Personen mit drei oder mehr Erkrankungen hatten im Vergleich zu Personen ohne chronische Erkrankungen eine fünffache Wahrscheinlichkeit für Angststörungen (16,4 gegenüber 3 Prozent), und bei Menschen mit chronischen Schmerzen war sie doppelt so hoch wie bei Personen ohne Schmerzen.

ZOU

Quelle: DOI 10.3390/ijerph17051493

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