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Nach ausgelassenem Bechern folgen nicht selten die typischen Kater-Kopfschmerzen.

Nach ausgelassenem Bechern folgen nicht selten die typischen Kater-Kopfschmerzen.
© iStock.com/Ridofranz

Mi. 15. April 2020

Pflanzliches Kater-Mittel schützt vor Leberverfettung

Der Wirkstoff Dihydromyricetin (DHM) aus den Früchten des Japanischen Rosinenbaums wird in Asien seit vielen Hundert Jahren bei Lebererkrankungen eingesetzt. Er soll darüber hinaus Kater-Kopfschmerzen nach zu hohem Alkoholgenuss lindern und könnte die Leber vor alkoholbedingten Schäden schützen.

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DHM hilft dem Körper, Alkohol schneller abzubauen, das ist aus früheren Forschungsarbeiten bekannt, aber wie es funktioniert, war unklar. Wissenschaftler der University of Southern California in Los Angeles haben festgestellt, dass DHM eine ganze Kaskade von Mechanismen aktiviert, die Alkohol schnell aus dem Körper entfernen.

In der Fachzeitschrift "Alcoholism: Clinical and Experimental Research" beschreiben sie, dass Mäuse, die zwei Monate lang reichlich Alkohol zu sich genommen hatten, mit Hilfe von DHM mehr alkoholabbauende Enzyme produzierten, deren Aktivität zudem gesteigert war. Gleichzeitig sammelte sich weniger Fett in der Leber der Mäuse an, und es kam zu weniger Entzündungsreaktionen und Zellschädigung der Leber und anderen Organen.

Die Ergebnisse erklären auch, warum DHM gegen einen Kater wirkt: Die Leber wandelt Alkohol in einen Stoff mit Eigenschaften von Formaldehyd um, der Kopfschmerzen und Übelkeit verursacht. Da der Alkoholabbau langsam vonstattengeht, kommt es nach einem Abend mit starkem Alkoholkonsum dazu, dass die Leber diesen Stoff über Stunden hinweg produziert.

Alkoholkonsum ist die häufigste Form des Drogenmissbrauchs. Jährlich sterben weltweit etwa drei Millionen an den Folgen, und laut Weltgesundheitsorganisation ist Alkohol für 5,1 Prozent der weltweiten Krankheitslast verantwortlich. DHM könnte nach Ansicht der Forscher möglicherweise bei Patienten mit Leberschäden verwendet werden, um die Leberfunktion zu verlängern oder wiederherzustellen und das Auftreten von schweren Lebererkrankungen zu verzögern, während auf eine Transplantation gewartet wird.

ZOU

Quelle: DOI 10.1111/acer.14326

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