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Wird viel Fruktose in kurzer Zeit aufgenommen, kann dies der Leber schaden.

Fruktose, auch bekannt als Fruchtzucker, steckt unter anderem in Obst. In Amerika wird ein Sirup mit Fruktose auch vielen Lebensmitteln zugesetzt, was zu Übergewicht und einer Fettleber führen kann.
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Do. 02. Juli 2020

Warum Fruktose zu einer Fettleber führen kann

Nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln oder Getränken mit Fruktose hilft der Darm, den Fruchtzucker abzubauen, bevor er die Leber erreicht. Das schützt die Leber vor Schäden, wie Forscher in "Nature Metabolism" berichten. Wird jedoch viel Fruktose in kurzer Zeit aufgenommen, überfordert dies den Darm, was auf Dauer eine Fettlebererkrankung verursachen kann.

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In Tierversuchen mit Mäusen konnten Forscher zeigen, dass Fruktose im Darm mit Hilfe eines Enzyms, der Ketohexokinase, abgebaut wird. Mäuse mit einem niedrigen Spiegel dieses Enzyms im Darm bekamen eine Fettlebererkrankung, während Tiere mit einer hohen Ketohexokinase-Aktivität im Darm davor geschützt waren. Grund dafür ist, dass der Abbau von Fruktose im Darm die Ablagerung von überschüssigem Fett in Leberzellen hemmt. Dabei entscheidet die Kapazität des Darms, mit der Fruktose abgebaut werden kann, über die Menge, die bedenkenlos aufgenommen werden kann.

Das erklärt, warum die gleiche Menge an Fruktose eher zur Entwicklung einer Fettleber führt, wenn sie schnell konsumiert wird, als wenn sie in mehreren Etappen über längere Zeit hinweg aufgenommen wird. "Zusammengenommen zeigen unsere Ergebnisse, dass Fruktose zu einer Einlagerung von Fett führt, wenn die Aufnahmerate die Fähigkeit des Darms übersteigt, Fruktose zu verarbeiten und die Leber zu schützen", sagte der Kardiologe Prof. Dr. Zoltan Arany.

Fruktose, auch Fruchtzucker genannt, kommt natürlicherweise in Obst, Gemüse und Honig vor. Besonders in den USA wird vielen verarbeiteten Lebensmitteln Maissirup bzw. Glukose-Fruktose-Sirup als Süßungsmittel zugesetzt, obwohl Studien gezeigt haben, dass ein übermäßiger Fruktose-Konsum mit nicht-alkoholbedingten Fettlebererkrankungen, Fettleibigkeit und Diabetes verbunden ist.

ZOU

Quelle: DOI 10.1038/s42255-020-0222-9

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