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Die Zubettgehzeit könnte sich auf das Risiko für Asthma und Allergien auswirken.

Viele Teenager bleiben abends lange auf. Gerät die innere Uhr aus dem Takt, kann das jedoch der Gesundheit schaden.
© iStock.com/Rawpixel

Mi. 08. Juli 2020

Nachtaktive Teenager haben häufiger Asthma und Allergien

Laut einer neuen Studie aus Spanien haben Jugendliche, die abends gern lange aufbleiben und dafür morgens länger schlafen, häufiger Asthma und Allergien als Gleichaltrige, die früher ins Bett gehen.

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Forscher des Barcelona Institute for Global Health in Spanien haben bei Jugendlichen Symptome von Allergien und Asthma mit ihren Schlafmustern verglichen. Dabei wurden auch andere Faktoren berücksichtigt, die Asthma und Allergien beeinflussen, beispielsweise wo die Teilnehmer leben und ob ihre Familienmitglieder rauchen. Es stellte sich heraus, dass die Wahrscheinlichkeit für Asthma bei Teenagern, die später schlafen gingen, etwa dreimal höher war als bei Teenagern, die zeitig ins Bett gingen. Das Risiko für einen allergischen Schnupfen war bei den Langschläfern etwa doppelt so hoch wie bei Frühaufstehern. Die Studie ist im Fachblatt bei "ERJ Open Research" veröffentlicht.

Schlafhormon Melatonin im Ungleichgewicht

Die Ergebnisse legen nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen der Schlafenszeit und dem Risiko für Asthma und Allergien gibt. "Wir können zwar nicht sicher sein, dass ein längeres Aufbleiben Asthma verursacht, aber wir wissen, dass das Schlafhormon Melatonin bei Langschläfern häufig nicht im Gleichgewicht ist, und das könnte wiederum die allergische Reaktion von Teenagern beeinflussen", sagt Studienleiterin Dr. Subhabrata Moitra.

Es ist schon länger bekannt, dass Asthmasymptome mit der inneren Uhr des Körpers zusammenhängen. Dies ist jedoch die erste Studie, in der untersucht wurde, wie individuelle Schlafpräferenzen das Asthmarisiko bei Teenagern beeinflussen. Die Studie umfasste 1.684 Jugendlichen zwischen 13 und 14 Jahren aus Indien, bei denen das Auftreten von Asthma und allergiebedingten Erkrankungen sowie mögliche Risikofaktoren näher untersucht wurden.

ZOU

Quelle: DOI 10.1183/23120541.00226-2020

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