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Kleiner Junge mit Brille gähnt herzhaft

Gähnen ist ansteckend. Umso mehr, je vertrauter man mit dem Gegenüber ist.
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Fr. 09. Dezember 2011

Gähnen steckt an - aber nicht jeden

Je näher uns ein Mensch ist, desto ansteckender ist sein Gähnen für uns. Das hat ein Forscherteam der Universität Pisa und des Institute of Cognitive Sciences and Technologies in Rom herausgefunden. Demnach ist für die Ansteckungskraft des Gähnens vor allem die Vertrautheit mit unserem Gegenüber verantwortlich.

Für ihre Untersuchung beobachteten die Wissenschaftler 109 Männer und Frauen in Europa, Nordamerika, Asien und Afrika in alltäglichen Situationen. Dabei registrierten sie sowohl die Beziehungen der Menschen untereinander als auch wie oft sie gähnten. Mit dem Handy zeichneten sie auf, wer wann und wo gähnte und wer sich von diesem Gähnen anstecken ließ.

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Dabei stellten sie fest, dass ein Gähnender vor allem die Personen in seinem Umfeld ansteckte, die ihm sehr nahe standen. Verwandte gähnten eher mit dem Gähnenden mit als Freunde. Bekannte oder gar Fremde ließen sich von dem Gähnen am wenigsten anstecken. Andere Faktoren wie etwa das Geschlecht des Gähnenden, die Uhrzeit oder das Umfeld hatten hingegen kaum Einfluss auf die Ansteckungskraft des Gähnens.

Den Wissenschaftlern zufolge unterstützen ihre Beobachtungen die These, dass Menschen das Gähnen seines Gegenübers widerspiegeln, sich also unbewusst in den anderen hineinversetzen. Und das falle bei Verwandten und Freunden eben leichter als bei Fremden. Das bestätigen auch Ergebnisse früherer Studien: Beispielsweise lassen sich autistische Kinder nicht so leicht vom Gähnen anstecken. Bei ihnen sind Einfühlungsvermögen und Mitgefühl und damit die Voraussetzungen dafür, sich in das Gegenüber hineinzufühlen, weniger stark ausgeprägt.

KK

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