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Frau sitzt grübelnd auf dem Bett

Oh je. Da hatte man den besten Sex seines Lebens - und kann sich nicht daran erinnern. Denn auch ein Orgasmus kann Auslöser für einen vorübergehenden vollständigen Gedächtnisverlust sein.
© Doreen Salcher - Fotolia

Fr. 21. Oktober 2011

Orgasmus kann Gedächtnisverlust auslösen

Ein Orgasmus kann Auslöser für einen vorübergehenden vollständigen Gedächtnisverlust sein. Die sogenannte transiente globale Amnesie (TGA) ist normalerweise Folge von extremer körperlicher, psychischer und emotionaler Belastung oder von starken Reizen. In einem Fallreport beschreiben Notfallmediziner aus Washington jetzt einen Orgasmus als mögliche Ursache.

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Die Ärzte berichten von einer 54-jährigen US-amerikanischen Frau, die nach dem sexuellen Höhepunkt in die Notaufnahme kam, da sie keinerlei Erinnerungen an die 24 Stunden davor hatte. Zudem konnte sie sich auch an Dinge nicht erinnern, die sich innerhalb der 30 Minuten nach dem Orgasmus ereignet hatten. Hilfreich bei der Diagnosefindung seien die sich ständig wiederholenden Fragen der Patientin gewesen, berichten Dr. Kevin Maloy und Dr. Jonathan Davis im "Journal of Emergency Medicine". Dies deutete darauf hin, dass das Kurzzeitgedächtnis der Patientin betroffen war.

Von diesem Fall des Gedächtnisverlusts sind gefährliche neurologische Ursachen wie beispielsweise Durchblutungsstörungen des Hirns oder ein epileptischer Anfall abzugrenzen. Da die Patientin sich normal bewegen und weiterhin alles fühlen konnte, und sie auch keine Bewusstseinsveränderungen zeigte, konnten die Mediziner von einer TGA ausgehen. Wie für diese Amnesieform typisch, verschwanden die Symptome nach kurzer Zeit. Laut Davis und Maloy tritt diese seltene Form des Gedächtnisverlustes bei drei bis fünf von 100 000 Personen pro Jahr auf. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit: Bei Menschen über 50 Jahren sind es bereits 23 von 100 000, die jährlich eine TGA erleiden.

PZ

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