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Eine wichtige Entdeckung bei einer Känguru-Art könnte dem Klimaschutz nutzen.
© csld - Fotolia.com

Mo. 04. Juli 2011

Darmkeime für den Klimaschutz

Rindvieh und die Rindermast sind wegen ihrer "Abluft" bereits vor einiger Zeit in die Kritik geraten.

Die Wiederkäuer produzieren mit ihren Blähungen das klimaschädigende Gas Methan. US-amerikanische Forscher haben nun festgestellt, warum eine kleine Känguru-Art, die Wallabys, bezogen auf ihre Nahrungsaufnahme nur ein Fünftel der Methan-Menge eines Rindes produziert. Die Entdeckung könnte auch dem Klima nutzen.

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Grund für die geringere Methan-Bildung ist eine bestimmte Mikrobenart in der Zusammensetzung der Känguru-Darmflora. Diese scheint die Wallaby-Nahrung so vorzuverdauen, dass als Endprodukte klimaneutrale Bersteinsäure-Salze entstehen. Außerdem scheinen diese speziellen Mikroben Kohlendioxid und Wasserstoff "verdauen" zu können, welche somit den Methan-bildenden Bakterien nicht mehr als Futter zur Verfügung stehen.

Was zunächst nach einem sehr theoretischen Interesse möglicherweise verschrobener Forscher klingt, könnte durchaus einen praktischen Nutzen haben. So wollen die Wissenschaftler die Wallaby-Darmmikroben daraufhin untersuchen, ob sie sich als eine Art probiotische Behandlung für Rindvieh eignen, um deren Ausstoß klimaschädigender Darmgase zu vermindern.

MP

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