Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Facebook-Freunde beeinflussen Gehirn

Aktuelles

Drei junge Menschen vor einem Laptop

Forscher vermuten, dass Facebook-Nutzer das soziale Netzwerk eher dazu nutzen, bereits bestehende Freundschaften zu festigen als komplett neue Netzwerke aufzubauen.
© mauritius images

Do. 20. Oktober 2011

Viele Facebook-Freunde – großes Gehirn?

Zwischen der Größe des Freundeskreises im sozialen Netzwerk Facebook und der Struktur bestimmter Hirnbereiche gibt es einen Zusammenhang. Menschen mit einem großen virtuellen Freundeskreis haben demnach mehr graue Zellen in den Hirnregionen, die für Gedächtnis und Emotionen zuständig sind. Das haben Wissenschaftler der London’s Global University in Großbritannien haben herausgefunden.

Für die Untersuchung ließen die Forscher 46 Studenten Fragen zu ihren Facebook-Freunden beantworten. Sie interessierten sich dafür, mit wie vielen Schul- und Studienfreunden sie im Kontakt stehen und wie viele Geburtstagseinladungen sie über Facebook bekommen. Zudem untersuchten sie mit einem Hirnscan bestimmte Strukturen im Gehirn.

Anzeige

Die interessante Entdeckung: Testpersonen, die besonders viele Facebookfreunde haben, hatten mehr graue Hirnsubstanz in dem Amygdala genannten Hirnbereich. Diese Hirnregion ist vor allem für die Entstehung der Angst und anderen Emotionen zuständig. Auch bei realen Freundschaften konnten Forscher einen solchen Zusammenhang feststellen.

Wahrscheinlich nutzen viele Facebooker das soziale Netzwerk eher, um bereits bestehende Freundschaften zu festigen als komplett neue Netzwerke aufzubauen, so die Forscher. Was genau diese Veränderung in der Amygdala bedeutet ist hingegen noch nicht geklärt. Ebenso müssen weitere Studien zeigen, ob die Veränderungen Ursache oder Folge dafür sind, dass Menschen viele Freundschaften pflegen. Erst dann können die Wissenschaftler Aussagen darüber treffen, ob die Internetnutzung das Gehirn verändert.

KK


Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Pendeln: Umsteigen begünstigt Infekte

Wer oft mit Bus und Bahn unterwegs ist, steckt sich schneller mit Viren an.

Auch Blinzeln trägt zum Gespräch bei

Dabei geht es nicht ums Augenklimpern, sondern um subtilere Signale.

Nachbarschaft steuert unser Essverhalten

Wie gesund wir uns ernähren, hängt offenbar von der Gegend ab, in der wir leben.

Dieser Stuhl beugt Rückenschmerzen vor

Ein spezieller Stuhl motiviert seinen Besitzer dazu, regelmäßig die Sitzposition zu ändern.

Nach Feierabend nicht zurückziehen

Für die Erholung ist es offenbar besser, sich aufzuraffen und noch etwas zu unternehmen.

Rauchen: Wer dreht, hört seltener auf

Raucher, die ihre Zigaretten selbst drehen, sind weniger motiviert, damit aufzuhören.

Lange Ehe: Weniger Streit, mehr Humor

Paare, die schon lange verheiratet sind, überwinden Konflikte eher mit Humor.

Partnerschaft beeinflusst die Fitness

Frisch verliebt oder gerade getrennt: Beides wirkt sich auf die körperliche Aktivität aus.

Lego-Kopf verschluckt, was nun?

Forscher haben das in einem Selbstversuch getestet.

Keime: Können Brillen krank machen?

Brillen sind oft mit potenziell krankmachenden Bakterien besiedelt.

Superhelden machen uns hilfsbereiter

Schon der Anblick eines Superhelden motiviert uns dazu, anderen zu helfen.

Frauen sind zäher als gedacht

Entgegen vieler Vorurteile zeigt eine neue Studie: Frauen sind körperlich ebenso belastbar wie Männer.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen