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Schnüffelnder Hund; Herzschwäche, Sensor

Die Nase des Hundes ist unübertroffen. Doch die Technik macht Fortschritte. Forscher präsentierten nun ein Gerät, das Herzerkrankungen "riecht".
© Carola Schubbel - Fotolia

Do. 01. September 2011

Computernase unterscheidet zwischen Herzschwachen und Gesunden

Ein neuartiger Sensor kann aus dem Körpergeruch ablesen, ob die Testperson unter einer Herzschwäche leidet oder gesund ist. Seine Treffsicherheit liegt bei 89 Prozent, erklärten die Forscher aus Jena, die den Sensor auf dem Herz-Kongress der European Society of Cardiology vorstellten.

Das Gerät enthält eine ganze Reihe von Sensoren, die auf unterschiedliche Geruchsmoleküle reagieren. Es wird auf den Unterarm aufgelegt und nimmt dort die Gase und Gerüche auf, die von den Hautzellen abgegeben werden. In ersten Versuchen konnte der Sensor bereits Gerüche wie Knoblauch, Zwiebeln und Parfum sicher unterscheiden.

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In einer Testreihe mit Patienten, die an Herzschwäche leiden, wurden insgesamt 80 Testpersonen untersucht, darunter 28 Kontrollpersonen, die keine Herzschwäche hatten. Das Gerät konnte nicht nur erkennen, welcher der Patienten eine Herzschwäche hatte, es machte sogar Unterschiede zwischen Patienten mit dekompensierter Herzschwäche und kompensierter Herzschwäche aus. Bei der kompensierten Herzschwäche kommt es erst bei sehr starken Belastungen zu Problemen, wogegen die dekompensierte Herzschwäche auch schon in Ruhe Beschwerden verursacht.

Noch wissen die Forscher nicht, welches Molekül genau das Gerät bei Herzschwäche "erschnüffelt" – die Genauigkeit der Testung lag aber immerhin bei 89 Prozent. Dass Erkrankungen zu unterschiedlichen Gerüchen führen können ist hingegen nicht neu. Erst vor zwei Wochen haben deutsche Forscher eine Studie veröffentlicht, die Hunde darauf trainieren, Lungenkrebs zu erschnüffeln.

KK

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