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Große und kleine Frau

Menschen mit überdurchschnittlicher Körpergröße haben ein höheres Krebsrisiko.
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Do. 21. Juli 2011

Große Menschen haben eher Krebs

Menschen mit überdurchschnittlicher Körpergröße haben ein höheres Krebsrisiko. Das ergab eine große britische Studie. Den Grund für diesen Zusammenhang kennen die Wissenschaftler allerdings noch nicht.

In der Studie wurden von 1996 bis 2001 über eine Millionen englische Frauen beobachtet. Die Forscher von der Universität Oxford untersuchten, wie häufig verschiedene Tumoren auftraten. Ihr Ergebnis: Zehn Krebsarten zeigten sich bei großen Frauen gehäuft: darunter Darmkrebs, Hautkrebs, Brustkrebs oder Leukämie. Als "überdurchschnittlich groß" galten laut der Wissenschaftler um Dr. Jane Green Frauen, die über 175 Zentimeter maßen. Von da an stieg die Krebshäufigkeit alle 10 Zentimeter durchschnittlich um 16 Prozent. Bei manchen Tumor-Varianten sogar stärker: Bei schwarzem Hautkrebs beispielsweise um 32 Prozent.

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Das Forscher-Team wertete auch andere Studien aus und kam zu dem Schluss, dass die Ergebnisse auf Männer übertragbar seien. Eine Erklärung für den Zusammenhang von Größe und Krebshäufigkeit haben sie allerdings nicht. Green spekuliert: "Offensichtlich verursacht die Größe an sich nicht den Krebs, aber Größenwachstum und Krebsentstehung scheint ein gemeinsamer Mechanismus zugrunde zu liegen."

Eine Überlegung ist, dass natürliche Wachstums-Faktoren im Menschen nicht nur die Körperlänge vorantreiben, sondern auch Tumoren wachsen lassen. Im Falle des schwarzen Hautkrebses könnte allein die größere Körperoberfläche hochgewachsener Menschen dafür sorgen, dass häufiger bösartige Wucherungen auftreten.

Sara Hiom von der britischen Wohlfahrtseinrichtung Cancer Research UK resümiert: "Großgewachsene sollten sich angesichts dieser Ergebnisse keine Sorgen machen. Die meisten Menschen sind nur geringfügig größer oder kleiner als der Durchschnitt, und ihre Größe dürfte nur einen kleinen Einfluss auf das individuelle Krebsrisiko haben."

FH


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