Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Krebs: Bei großen Menschen häufiger

Aktuelles

Große und kleine Frau

Menschen mit überdurchschnittlicher Körpergröße haben ein höheres Krebsrisiko.
© Robert Kneschke - Fotolia

Do. 21. Juli 2011

Große Menschen haben eher Krebs

Menschen mit überdurchschnittlicher Körpergröße haben ein höheres Krebsrisiko. Das ergab eine große britische Studie. Den Grund für diesen Zusammenhang kennen die Wissenschaftler allerdings noch nicht.

In der Studie wurden von 1996 bis 2001 über eine Millionen englische Frauen beobachtet. Die Forscher von der Universität Oxford untersuchten, wie häufig verschiedene Tumoren auftraten. Ihr Ergebnis: Zehn Krebsarten zeigten sich bei großen Frauen gehäuft: darunter Darmkrebs, Hautkrebs, Brustkrebs oder Leukämie. Als "überdurchschnittlich groß" galten laut der Wissenschaftler um Dr. Jane Green Frauen, die über 175 Zentimeter maßen. Von da an stieg die Krebshäufigkeit alle 10 Zentimeter durchschnittlich um 16 Prozent. Bei manchen Tumor-Varianten sogar stärker: Bei schwarzem Hautkrebs beispielsweise um 32 Prozent.

Anzeige

Das Forscher-Team wertete auch andere Studien aus und kam zu dem Schluss, dass die Ergebnisse auf Männer übertragbar seien. Eine Erklärung für den Zusammenhang von Größe und Krebshäufigkeit haben sie allerdings nicht. Green spekuliert: "Offensichtlich verursacht die Größe an sich nicht den Krebs, aber Größenwachstum und Krebsentstehung scheint ein gemeinsamer Mechanismus zugrunde zu liegen."

Eine Überlegung ist, dass natürliche Wachstums-Faktoren im Menschen nicht nur die Körperlänge vorantreiben, sondern auch Tumoren wachsen lassen. Im Falle des schwarzen Hautkrebses könnte allein die größere Körperoberfläche hochgewachsener Menschen dafür sorgen, dass häufiger bösartige Wucherungen auftreten.

Sara Hiom von der britischen Wohlfahrtseinrichtung Cancer Research UK resümiert: "Großgewachsene sollten sich angesichts dieser Ergebnisse keine Sorgen machen. Die meisten Menschen sind nur geringfügig größer oder kleiner als der Durchschnitt, und ihre Größe dürfte nur einen kleinen Einfluss auf das individuelle Krebsrisiko haben."

FH


Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Hunde erschnüffeln epileptischen Anfall

US-Wissenschaftler haben untersucht, ob speziell trainierte Hunde einen epileptischen Anfall am Geruch erkennen können.

Ultraschall verändert Entscheidungsprozesse

Ultraschallwellen können elektrische Signale im Gehirn erzeugen oder unterdrücken.

Ist Kaffee lebensnotwendig?

Die Schweiz hat entschieden, dass alle Kaffee-Notvorräte aufgelöst werden sollen.

Viele Haustiere sind zu dick

Übergewichtige Tiere haben mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Mehr Alkohol durch unterdrückte Gefühle

Wer tagsüber seine Emotionen kontrollieren muss, trinkt abends mehr Alkohol.

Mit Comics auf die Herz-OP vorbereiten

Ein Comic könnte die Aufklärung vor einer Herzkatheteruntersuchung verbessern.

Dubstep-Musik vertreibt Mücken effektiv

Wenn Mücken elektronischer Musik ausgesetzt sind, stechen sie seltener zu.

Chirurgie ohne Schnitte und Narben

Mithilfe eines neuen Verfahrens könnte sich Knorpel ganz einfach umformen lassen.

Zucker hat Einfluss auf die Atemwege

Glukose spielt offenbar eine Rolle bei entzündlichen Atemwegskrankungen.

Schon der Gedanke an Kaffee macht wach

Forscher haben die psychologischen Effekte des Getränks genauer untersucht.

So erkennt man Aprilscherze sofort

Forscher haben einige Merkmale identifiziert, die auch bei Fake News verwendet werden.

Vitamin C verkürzt Krankenhausaufenthalt

Patienten, die Vitamin C bekommen, können die Intensivstation oft schneller verlassen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen