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Gähnende Frau

Langeweile? Müdigkeit? Dieses Hirn braucht Kühlung, wenn man den Wissenschaftlern glaubt.
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Mi. 21. September 2011

Gähnen kühlt das Hirn

Langeweile, Müdigkeit, Sauerstoffmangel – an Erklärungen für das Gähnen mangelt es nicht. Nun haben Forscher der Universität Princeton in den Vereinigten Staaten eine neue Theorie: Gähnen hilft dabei, einen kühlen Kopf zu bewahren.

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Durch das tiefe Einatmen kühler Luft wird die Temperatur im Gehirn gesenkt, so die Forscher. Ihre Behauptung stützen sie auf Beobachtungen an 160 Menschen, von denen sie je 80 im Sommer und 80 im Winter beim Gähnen beobachteten. Dabei stellten sie fest: Die Gähnfrequenz hängt von der Jahreszeit ab. Im Winter gähnten die Studienteilnehmer deutlich häufiger als im Sommer.

Das Gähnen, so die Forscher solle dabei helfen, die Hirnkühlung durch frische Luft zu unterstützen, die beim Gähnen eingeatmet wird. Dies allerdings helfe nur, wenn die Umgebungstemperatur unterhalb der Köpertemperatur liege. Je wärmer es also wird, desto weniger Gähnen wir, weil der kühlende Effekt der "eingegähnten" Luft bei sommerlichen Temperaturen ausbleibt.

Die Forscher untersuchten die Studienteilnehmer in Arizona, wo im Sommer Temperaturen herrschen, die nahe an der Körpertemperatur oder sogar darüber liegen. Den Testpersonen, die zufällig ausgewählt wurden, zeigten die Forscher Bilder von gähnenden Menschen - Gähnen ist eben ansteckend. Allerdings gähnten im Winter deutlich mehr Menschen als im Sommer. Fast 40 Prozent ließen sich im Winter von den gähnenden Fotos anstecken, im Sommer waren es weniger als 25 Prozent – unabhängig davon, wie viel Schlaf die Testpersonen in der Nacht zuvor bekommen hatten. Wie gelangweilt die Probanden waren, wurde allerdings nicht erfasst.

KK

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