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Frau in Menschengedränge

Etwa fünf bis sechs Prozent der Menschen in Industrienationen erkranken im Verlauf ihres Lebens an einer Angststörung.
© DAK/Wigger

Mo. 11. Juli 2011

Magnet gegen Panikattacken

Für Menschen mit Panikattacken gibt es Hoffnung: die so genannten Magnetstimulation. Münsteraner und Tübinger Forscher starten hierzu eine große Studie.

Die Experten sehen Anhaltspunkte dafür, dass die gezielte Magnetstimulation in bestimmten Hirnregionen, Menschen mit Panikstörungen und Angstattacken helfen kann. Zum ersten Mal soll dies in Deutschland nun in einer großen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützen Studie untersucht werden.

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Den Wissenschaftlern zufolge sind bei Angsterkrankungen bestimmte Hirnregionen zu wenig oder zu stark aktiv. Der Magnet soll diese Fehlsteuerung regulieren. Bei Depressionen sei die Magnetstimulation schon erfolgreich angewendet worden. Nun soll sie auch bei Angstpatienten zum Einsatz kommen. Die Probanden werden über neun Wochen in Münster und Tübingen behandelt. In den ersten drei Wochen wird der Magnet täglich für drei Minuten eingesetzt – abgesehen von in seltenen Fällen auftretenden leichten Kopfschmerzen ohne große erwartbare Nebenwirkungen. Vor und nach der Behandlung überprüfen die Fortscher dann, ob die behandelten Areale besser durchblutet werden.

Etwa fünf bis sechs Prozent der Menschen in Industrienationen erkranken im Verlauf ihres Lebens an einer Angststörung – die Magnetstimulation könnte ihnen helfen. Dabei soll sie keinesfalls die bisherigen Therapieformen wir Psychotherapie oder Medikamente ersetzen. Die Experten gehen aber davon aus, dass die Magnetstimulation deren Erfolg beschleunigen wird.

Ob die Magnetstimulation bei Panikattacken helfen kann, oder nicht, wird sich erst nach der Studie zeigen. Ergebnisse erwarten die Wissenschaftler bis Mitte 2012.

KK

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