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Vier Frauen rauchen.

In Gesellschaft werden Ex-Raucher meist am ehesten zum Rauchen verführt. Magnetwellen könnten das in Zukunft ändern.
© Scott Griessel - Fotolia

Mi. 02. November 2011

Magnetwellen verändern Lust auf Zigaretten

Die gezielte Stimulation von Hirnregionen mit elektromagnetischen Wellen beeinflusst die Lust auf eine Zigarette bei Ex-Rauchern. Das konnten Forscher des Duke University Medical Center in Durham, USA, in Versuchen zeigen. Durch die Magnetstimulation würde die Aktivität in den Hirnbereichen, die das Rauchverlangen steuern, verändert. Diese Beobachtungen könnten Grundlage neuer Anti-Raucher-Therapien werden.

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Wer aufgehört hat zu rauchen, reagiert oft auf kleinste Reize mit Rauchverlangen. Allein, andere beim Rauchen zu beobachten, steigert die Lust auf eine Zigarette und führt bei vielen Ex-Rauchern zu Rückfällen. Mittel, um das zu verhindern, gibt es viele: Nikotinpflaster, Hypnose oder Akupunktur – schon lange vermuten Forscher, dass diese Methoden alle über einen gemeinsamen Mechanismus wirken. Diese Hypothese wurde durch Beobachtungen im sogenannten funktionellen MRT unterstützt. Dabei wird die Aktivität bestimmter Hirnregionen durch eine Kernspinuntersuchung abgebildet. Bei Menschen, die ein heftiges Verlangen nach Zigaretten zeigten, sind bestimmte Regionen in der Großhirnrinde und im sogenannten limbischen System, das unsere Emotionen steuert, besonders aktiv.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse haben nun die Forscher der Duke University diese Hirnregionen von außen mit elektromagnetischen Wellen manipuliert. Je nach Frequenz können diese Wellen die Aktivität dieser Hirnregionen entweder anregen oder dämpfen. Das Ergebnis: Bei hohen Frequenzen erhöhten die Magnetwellen das Verlangen nach Zigaretten. Sobald Raucher nikotinbezogene Reize wahrnahmen, empfanden sie nach der Stimulation eine übersteigerte Lust auf Zigaretten.

Leider konnten niedrige Frequenzen das Verlangen nicht dämpfen. Allerdings gab es einen angenehmen Nebeneffekt der Hochfrequenz-Stimulation: Die Raucher reagierten nicht nur auf die rauchbezogenen Reize stärker, sondern auch auf die Nichtraucher-bezogenen Reize. Zudem empfanden sie weniger Genugtuung, wenn sie durch Rauchen ihrem Verlangen nachgaben.

Die Forscher sind überzeugt, dass sich aus den Erkenntnissen neue Therapieansätze zur Raucherentwöhnung entwickeln lassen. Durch das zunehmende Verständnis darüber, wie das Hirn die Lust auf Zigaretten beeinflusst, lassen sich auch Möglichkeiten finden, diese Lust zu unterbinden. Dafür allerdings brauche es noch weitere Studien.

KK

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