Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Mit Videokamera geht die Therapie genauer

Aktuelles

Arzt vor PC

Der Arzt kann die Videos des Patienten am PC aufrufen und sich ansehen.
© Techniker Krankenkasse

Do. 28. April 2011

Mit Videokamera geht die Therapie genauer

Wie geht es eigentlich dem kranken Patient zu Hause? Dies in der Arztpraxis und auch noch unter Zeitdruck zu beschreiben, fällt vielen Menschen schwer. Erst Recht, wenn sie akute Beschwerden haben und vielleicht gar nicht richtig reden können. Für Parkinson-Kranke gibt es nun die Möglichkeit, dem Arzt regelmäßig Videofilme zu übermitteln.

Anzeige

Gerade bei Parkinson-Kranken im fortgeschrittenen Stadium kommt es oft zu Situationen, die eine Umstellung der Medikation nötig machen. Wie der Patient tatsächlich damit zurechtkommt zu Hause, kann der Arzt aber nur schlecht beurteilen und der Kranke nur mühsam erzählen. Wiederum gelingen die Therapieumstellungen deutlich besser, wenn die Patienten über teilweise einen Monat sehr intensiv beobachtet werden.

Zusammen mit der Universitätsklinik Düsseldorf gibt es die Option der Video-Überwachung in den eigenen vier Wänden des Patienten. Die Technik beruht auf einem Verfahren medizinischer Video-Beobachtung, die die Universitätsklinik Düsseldorf in Deutschland salonfähig gemacht hat. Derzeit kooperieren etwa 15 bis 20 niedergelassene Ärzte mit dieser Uniklinik.

Nach Einweisung in die Geräte übermittelt der Patient mindestens drei Mal am Tag jeweils zweiminütige Videosequenzen an den zentralen Datenserver. Der niedergelassene Arzt kann diese Videos am PC aufrufen und sich ansehen und dann im Gespräch mit dem Patienten Therapieumstellungen vornehmen. Selbst nachts sind Aufzeichnungen möglich, wenn der Patient das vorher entsprechend festlegt.

Aber natürlich gibt es keine Aufnahmen ohne Einwillung des Patienten. Weil die Privatsphäre dadurch gewährleistet ist, der Therapie-Erfolg aber viel zufriedenstellender als bei normalen Arztbesuchen, sind die teilnehmenden Parkinsonkranken überaus zufrieden mit diesem System. Nicht alle, aber doch etliche gesetzliche Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten.

Jutta Petersen-Lehmann

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Ultraschall verändert Entscheidungsprozesse

Ultraschallwellen können elektrische Signale im Gehirn erzeugen oder unterdrücken.

Ist Kaffee lebensnotwendig?

Die Schweiz hat entschieden, dass alle Kaffee-Notvorräte aufgelöst werden sollen.

Viele Haustiere sind zu dick

Übergewichtige Tiere haben mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Mehr Alkohol durch unterdrückte Gefühle

Wer tagsüber seine Emotionen kontrollieren muss, trinkt abends mehr Alkohol.

Mit Comics auf die Herz-OP vorbereiten

Ein Comic könnte die Aufklärung vor einer Herzkatheteruntersuchung verbessern.

Dubstep-Musik vertreibt Mücken effektiv

Wenn Mücken elektronischer Musik ausgesetzt sind, stechen sie seltener zu.

Chirurgie ohne Schnitte und Narben

Mithilfe eines neuen Verfahrens könnte sich Knorpel ganz einfach umformen lassen.

Zucker hat Einfluss auf die Atemwege

Glukose spielt offenbar eine Rolle bei entzündlichen Atemwegskrankungen.

Schon der Gedanke an Kaffee macht wach

Forscher haben die psychologischen Effekte des Getränks genauer untersucht.

So erkennt man Aprilscherze sofort

Forscher haben einige Merkmale identifiziert, die auch bei Fake News verwendet werden.

Vitamin C verkürzt Krankenhausaufenthalt

Patienten, die Vitamin C bekommen, können die Intensivstation oft schneller verlassen.

Medikamente und Mozart bei Schmerzen

Die Kombination reduziert Schmerzen effektiv, zeigt eine neue Studie.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen