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Wolfgang Amadeus Mozart

Über die Todesursache von Wolfgang Amadeus Mozart streiten sich Wissenschaftler bis heute.
© Mozart im Alter von 21, Ausschnitt, Museo internazionale e biblioteca della musica in Bologna

Fr. 22. Juli 2011

Mozart: Hat Vitamin-D-Mangel zu seinem Tod geführt?

Ein Mangel an Sonnenlicht und in dessen Folge ein Mangel an Vitamin D könnte Mozarts frühen Tod mit verursacht haben. Das vermuten Dr. William B. Grant aus San Francisco und Dr. Stefan Pilz, Graz, in der Zeitschrift "Medical Problems of Performing Artists".

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Die Wissenschaftler stützen ihre These unter anderem mit Mozarts Lebensgewohnheiten. Das Musikgenie komponierte häufig nachts und verschlief zumindest einen Teil der hellen Tageszeit. Auch gehöre Österreich nicht zu den Regionen, in denen die Sonneneinstrahlung das ganze Jahr über genüge, um ausreichende Vitamin-D-Spiegel aufrecht zu erhalten, so die Autoren. Neben verschiedenen Lebensmitteln, in denen Vitamin D enthalten ist, liefert der Aufenthalt im Sonnenlicht einen wichtigen Beitrag zur körpereigenen Produktion dieses wichtigen Vitamins.

Vitamin D spielt in zahlreichen Prozessen des Körpers eine Rolle. Dieser benötigt es nicht nur, um Calcium in seine Knochen einzubauen. Fehlt es, so entsteht Rachitis. Auch das Immunsystem schwächelt, wenn es an Vitamin D mangelt. Niedrige Spiegel dieses Vitamins scheinen außerdem das Risiko für verschiedene Erkrankungen zu erhöhen. Autoimmunerkrankungen, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ein erhöhtes Infektionsrisiko und Muskelschmerzen sind nur einige Bespiele von vielen.

Die Kenntnis dessen, was den Tod Mozarts verursacht habe, könne ihn selbstverständlich nicht zurückbringen, schreiben Grant und Pilz. Es könne aber eine Lektion über die wichtige Rolle geben, die Vitamin D für den Stoffwechsel spielt.

Wolfgang Amadeus Mozart wurde nicht einmal 36 Jahre alt. Woran er im Dezember 1791 in Wien verstorben ist, darin sind sich die Wissenschaftler bis heute nicht einig. Mozart selbst äußerte wenige Wochen vor seinem Tod den Verdacht, vergiftet worden zu sein. Der Leichenbeschauer diagnostizierte ein "hitziges Frieselfieber". Heute würde man es als fiebrige Erkrankung mit Ausschlag bezeichnen. Andere vermuteten eine Syphilis, eventuell mit Quecksilbervergiftung durch die damals gebräuchliche Behandlung, Rheumatisches Fieber, Trichinen, Herzversagen, Nierenversagen oder Infektionen, unter anderem mit Streptokokken.

MP

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