Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Sprache wichtiger als Aussehen

Aktuelles

Afrikaner und Europäerin

Wenn Menschen Fremde nach ihrer Herkunft einordnen sollen, orientieren sie sich mehr am Akzent als am Aussehen des Gegenübers.
© Robert Kneschke - Fotolia

Do. 22. September 2011

Akzent verrät die Herkunft stärker als das Aussehen

"Das ist ein Italiener!" "Der kommt aus Deutschland!" Wenn Menschen Fremde nach ihrer Herkunft einordnen sollen, orientieren sie sich mehr am Akzent als am Aussehen des Gegenübers. Das ist das Ergebnis einer Studie von Psychologen der Universität Jena, die jetzt mit einem Forschungspreis ausgezeichnet wurde. Demnach vertrauen Menschen dem Gehörten mehr als dem Gesehenen.

Anzeige

Bisher waren Psychologen immer davon ausgegangen, dass Menschen sich bei der ethnischen Einordnung von Fremden eher von visuellen Eindrücken leiten lassen. Dunkle Haare deuten auf den Mittelmeerraum hin, helle Haare eher auf Skandinavien. Die Jenaer Forscher haben nun untersucht, inwiefern Tonfall und Akzent des Gegenübers die Wahrnehmung beeinflussen. Knapp hundert Versuchspersonen mussten Fotos von italienisch und deutsch aussehenden Unbekannten jeweils Aussagen zuordnen, die entweder mit oder ohne Akzent gesprochen wurden. Das Ergebnis: das Aussehen wird bei der Einordnung zweitrangig, wenn die Sprache hinzukommt.

Sprache dient nicht nur der reinen Informationsvermittlung. Sie transportiert auch Temperament und Gemütszustand des Sprechenden. Daher sagt der Akzent einer Person viel mehr über sie aus als nur ihr Aussehen, so Dr. Tamara Rakić, die Hauptautorin der Studie. "Das Einordnen in soziale Kategorien, zum Beispiel nach ethnischer Zugehörigkeit, passiert spontan und hilft uns, die komplexe Welt einfacher und damit verständlicher zu machen", erläutert die Psychologin den Hintergrund ihrer Arbeit. Dies zeige laut Rakić, wie wichtig eine akzentfreie Sprache bei der Integration sei.

KK

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Fußball-WM: Mit Musik zum Sieg

Die richtige Musik vor einem Spiel könnte einer Mannschaft zum Sieg verhelfen.

Fruchtbarkeit: Was Männer tun können

Übergewicht, vor allem dicke Oberschenkel, sind bei einem Kinderwunsch nicht hilfreich.

Sind die Weltmeister zu satt?

Die Neurobiologie könnte die schwache Leistung der deutschen Mannschaft gegen Mexiko erklären.

Haben alle Fußballer O-Beine?

Die Neigung zu krummen Beinen gehört offenbar zum Berufsrisiko.

Bittergurken senken den Blutzucker

Je höher der Blutzucker ist, desto günstiger ist der Effekt des Naturprodukts.

Religion: Der Glaube verlängert das Leben

Eine Todesanzeigen-Analyse zeigt: Wer einer Religion angehört, lebt länger.

Krähenfüße lassen Gefühle echt wirken

Kleine Falten um die Augen wirken sich darauf aus, wie wir Gefühle bei anderen Menschen einstufen.

Honig bei verschluckter Knopfzelle

Das süße Hausmittel könnte helfen, Komplikationen zu verhindern.

Handy-Regeln sorgen nicht für gute Noten

Klare Regeln für den Medienkonsum könnten sogar kontraproduktiv sein.

Kleidung: Kittel macht Ärzte kompetent

Für Patienten spielt es offenbar eine große Rolle, was Ärzte tragen.

Darmgeräusche geben Hinweis auf Reizdarm

Die Krankheit könnte sich offenbar ganz einfach diagnostizieren lassen.

Wovor wir uns am meisten ekeln

Forscher haben 6 Dinge identifiziert, die bei uns besonders großen Ekel hervorrufen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen