Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Tore mit Köpfchen

Aktuelles

Kopfballspiel

Auch wenn's ziemlich rummst: Kopfbälle schaden dem Hirn nicht.
© Gino Santa Maria - Fotolia

Do. 14. Juli 2011

Fußball: normales Kopfballtraining schadet dem Gehirn nicht

Fußballer können aufatmen: Zwar schont ihr Sport weder Knochen noch Gelenke, doch immerhin schadet ein normales Kopfballtraining nicht dem Gehirn. Das ergab eine Untersuchung von Forschern vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Regensburg um Professor Dr. Petra Jansen und Diplom-Psychologin Cornelia Rieder. Die Resultate der Studie wurden in der Fachzeitschrift "Archives of Clinical Neuropsychology" veröffentlicht.

Anzeige

An den Untersuchungen nahmen insgesamt 91 Frauen und Männer zwischen 19 und 29 Jahren teil, vornehmlich Studierende der Universität Regensburg. Alle absolvierten zunächst neuropsychologische Tests zur Prüfung der Aufmerksamkeitsfähigkeit und der Gedächtnisleistung. Im praktischen Teil unterzog sich eine Gruppe einem kurzen Kopfballtraining, eine zweite Gruppe einem Sporttraining ohne Kopfballspiel und die dritte Gruppe hatte trainingsfrei.

Das Kopfball-Training der ersten Gruppe dauerte insgesamt 15 Minuten, was einer normalen Trainingseinheit im Rahmen eines regulären Fußballtrainings entspricht. Direkt im Anschluss wurden die neuropsychologischen Tests nochmals durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Kopfballtraining keine Defizite der Hirnleistung verursachte. Allerdings beklagten sich die weiblichen Probanden innerhalb der Kopfball-Gruppe verstärkt über Kopfschmerzen nach dem Training. Für die Regensburger Wissenschaftler gilt es nun, den Einfluss des Kopfballspiels auf die menschliche kognitive Leistung im Rahmen einer Langzeituntersuchung zu erforschen.

Im Laufe seiner Karriere hält ein Profispieler im Durchschnitt mehr als 1.000 Mal den Kopf hin, Stürmer sogar noch häufiger. Viele Wissenschaftler haben deshalb in der Vergangenheit auf negative Folgen für die Hirnleistung hingewiesen.

RF

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Hunde erschnüffeln epileptischen Anfall

US-Wissenschaftler haben untersucht, ob speziell trainierte Hunde einen epileptischen Anfall am Geruch erkennen können.

Ultraschall verändert Entscheidungsprozesse

Ultraschallwellen können elektrische Signale im Gehirn erzeugen oder unterdrücken.

Ist Kaffee lebensnotwendig?

Die Schweiz hat entschieden, dass alle Kaffee-Notvorräte aufgelöst werden sollen.

Viele Haustiere sind zu dick

Übergewichtige Tiere haben mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Mehr Alkohol durch unterdrückte Gefühle

Wer tagsüber seine Emotionen kontrollieren muss, trinkt abends mehr Alkohol.

Mit Comics auf die Herz-OP vorbereiten

Ein Comic könnte die Aufklärung vor einer Herzkatheteruntersuchung verbessern.

Dubstep-Musik vertreibt Mücken effektiv

Wenn Mücken elektronischer Musik ausgesetzt sind, stechen sie seltener zu.

Chirurgie ohne Schnitte und Narben

Mithilfe eines neuen Verfahrens könnte sich Knorpel ganz einfach umformen lassen.

Zucker hat Einfluss auf die Atemwege

Glukose spielt offenbar eine Rolle bei entzündlichen Atemwegskrankungen.

Schon der Gedanke an Kaffee macht wach

Forscher haben die psychologischen Effekte des Getränks genauer untersucht.

So erkennt man Aprilscherze sofort

Forscher haben einige Merkmale identifiziert, die auch bei Fake News verwendet werden.

Vitamin C verkürzt Krankenhausaufenthalt

Patienten, die Vitamin C bekommen, können die Intensivstation oft schneller verlassen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen