Sie sind in: Startseite Aktuelles Kurioses Videospiele für die Intensivstation

Aktuelles

Intensivstation

Zu den vielen Monitoren auf der Intensivstation könnten bald noch Spielekonsolen dazukommen.
© AOK-Mediendienst

Fr. 07. Oktober 2011

Videospiele helfen Patienten auf der Intensivstation

Auf der Intensivstation herrscht eine typische Geräuschkulisse: Ständig piepsen Monitore, die die lebenswichtigen Funktionen der Patienten überwachen. Demnächst könnte noch ein weiteres Piepsen dazukommen - das einer Videospiel-Konsole. Interaktive Videospiele sind nämlich für Patienten auf der Intensivstation einer amerikanischen Studie zufolge eine sinnvolle Ergänzung zur Krankengymnastik.

Anzeige

Die Wissenschaftler der Johns Hopkins University in Baltimore, USA, hielten 22 Patienten im Alter zwischen 32 und 64 Jahren auf einer Intensivstation dazu an, mit sogenannten interaktiven Videospielkonsolen die reguläre Krankengymnastik zu ergänzen. Die Patienten litten unter Atembeschwerden, Herzproblemen oder mussten wegen einer Blutvergiftung intensivmedizinisch betreut werden. Viele Patienten auf Intensivstationen leiden den Experten zufolge an Muskelschwäche, Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen. Genau hier setzen die interaktiven Videospiele an. Mit einer kabellosen Fernbedienung werden dabei die Bewegungen des Spielers auf den Bildschirm übertragen. Ein sogenanntes "Balance Board" wird für Spiele eingesetzt, die den Gleichgewichtssinn fördern.

Die Patienten spielten unter Anleitung von Krankengymnasten hauptsächlich Spieleklassiker wie Boxen oder Bowling. Die Physiotherapeuten legten insbesondere Wert auf Aktionen, die das Stehvermögen, die Ausdauer und das Gleichgewichtsgefühl der Patienten steigern. Der Vorteil der Videospiele: Meist handelt es sich nur um kurze Aktionen, was insbesondere schwer Erkrankten zu Gute kommt. Im Vergleich zu anderen Geräten auf der Intensivstation sind sie durchaus erschwinglich. Und sie fördern die Motivation für und das Interesse an der Krankengymnastik. Viele Patienten würden so mehr "trainieren" als im Rahmen der normalen Physiotherapie.

KK

Kurioses

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schweizer-Käse-Knochen entdeckt

Der Knochen könnte mit zunehmenden Alter für Rückenbeschwerden sorgen.

Spätere Wechseljahre durch mehr Sex?

Frauen, die häufig Sex haben, kommen offenbar später in die Menopause.

Keime in der Waschmaschine

Besonders in einem Bereich der Maschine sammeln sich viele Bakterien.

Schlafapnoe: weniger Zungenfett, mehr Luft

Gezieltes Abnehmen hilft Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe.

Grüner Tee verlängert das Leben

Besonders deutlich ist der Effekt bei langjährigen Teetrinkern.

Körpertemperatur sinkt seit Jahrzehnten

Der Grund dafür liegt offenbar nicht in abweichenden Messmethoden.

Magenspiegelung mit Kamera-Kapsel?

Durch eine neue Erfindung könnte die Untersuchung künftig auch beim Hausarzt möglich sein.

Mit Ultraschall gegen Alzheimer?

Mit einer neuen Methode lässt sich die Gedächtnisleistung offenbar wieder verbessern.

Selbstloses Verhalten lindert Schmerzen

Verschiedene Experimente zeigen, dass Altruismus das Schmerzempfinden senkt.

Sport schützt die graue Hirnsubstanz

Ausdauersport hat eine besonders positive Wirkung auf die Hirngesundheit.

Vollmilch macht Kinder nicht dick

Forscher haben untersucht, wie sich Vollmilch und fettarme Milch auf das Gewicht auswirken.

Weihnachtsbäume nachhaltig recyceln

Aus Tannennadeln könnte sich beispielsweise Wandfarbe herstellen lassen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen