Aromen beeinflussen die Psyche

Die einen "stinken" uns. Andere können wir gut riechen. Nicht nur Forscher wissen es schon lange: Aromen beeinflussen unsere Psyche.

Was heute unter dem Begriff "Aromatherapie" läuft, vermischt wissenschaftlich basierte Naturmedizin, beispielsweise in Form von medizinischen Bädern oder Inhalationen, mit esoterischen Anwendungen wie der Aromalampe. Schon 1928 gründete ein französischer Chemiker eine Heilmethode mit isolierten ätherischen Ölen, 1964 erschien das erste Buch über Aromatherapie. Der Grundgedanke dieser Heilmethode unterstellt eine Beeinflussung der Psyche durch die Aromen.

"Mir stinkt’s!"

In der Tat ist der Geruchssinn eng mit dem Gefühlsbereich im Gehirn verknüpft. Der Geruch von Menschen entscheidet über Sympathie und Antipathie, bestimmte Düfte wecken angenehme oder schlimme Erinnerungen. Spezielle Aromen streicheln die Seele, beleben oder beruhigen den Geist. Die Naturwissenschaftler wollen die Wirkung der ätherischen Öle allerdings substanzieller erklären.

Fest steht, dass vielerlei ätherische Öle nachweisbare medizinische Wirkung haben. Denken wir an die Kamille mit ihren entzündungswidrigen Bestandteilen, an das Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen und Eukalyptus gegen Husten oder Schnupfen. Ätherische Öle können direkt auf den Schleimhäuten von Mund und Nase wirken oder von dort weiter ins Blut gelangen. Das geht so weit, dass vor bestimmten Anwendungen bei Babys und Kindern gewarnt werden muss.

Ein paar Tropfen reichen

Auch Erwachsene vertragen den Duft ätherischer Öle nur verdünnt. In Aromalampen der das Badewasser gehören deshalb immer nur ein paar Tropfen des naturreinen Öls oder fertige Mischungen. Auch durch die Haut selbst dringen die ätherischen Öle leicht, weshalb sich Aromamassagen mit durchblutungsfördernden Rosmarinöl oder entsprechende Bäder großer Beliebtheit erfreuen. Erkältungsbäder zu rechten Zeit haben schon vor so manchem grippalen Infekt bewahrt.

Was an den ätherischen Ölen eigentlich wirkt, wissen auch Wissenschaftler nicht immer genau. Allein das Lavendelöl besteht beispielsweise aus 160 verschiedenen Substanzen. Die wirksamen Bestandteile der Kamille und der gegen Husten eingesetzten Fenchel- und Thymianöle sind dagegen entlarvt und in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben. Darüber hinaus können Sie einige Tropfen Zimtöl in der Aromalampe sowie Mandel- oder Orangenöl im Badewasser in eine wunderbare Wellness-Stimmung versetzen. Folgen Sie bei der Wahl Ihres persönlichen Wohlfühl-Öles einfach Ihrer Nase.

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