Warum ist der Bauch nach dem Essen aufgebläht?
Hastiges Essen kann dazu führen, dass man mehr Luft schluckt. Andere Lebensmittel, etwa Zwiebeln, Kohl, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte, können die Gasbildung im Darm verstärken. Sammeln sich die Gase im Verdauungstrakt, kann sich der Bauch sichtbar aufblähen. Fachleute sprechen von "Meteorismus". Oft kommen noch Symptome wie Aufstoßen, Druckgefühl, Schmerzen oder Völlegefühl hinzu.
5 schnelle Hilfen gegen Blähungen
Tritt ein Blähbauch nur gelegentlich auf, müssen sich Betroffene keine Sorgen machen. Einfache Maßnahmen schaffen Abhilfe. Dazu gehören:
- Bauch massieren: Kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn können den Darm unterstützen und eingeschlossene Gase weiterbefördern.
- Wärme auflegen: Wärmflasche oder Kirschkernkissen können die Muskulatur im Bauch entspannen.
- Tee trinken: Anis, Kümmel, Fenchel oder Pfefferminze werden traditionell bei Blähungen eingesetzt.
- Spazieren gehen: Bewegung regt die Darmtätigkeit an und kann helfen, Gase abzutransportieren.
- Entschäumer verwenden: Präparate mit Simeticon lassen Gasblasen im Verdauungstrakt zerfallen und können dadurch Druck und Völlegefühl lindern.
So lassen sich Blähungen nach dem Essen vermeiden
Wer langsam isst und gründlich kaut, schluckt weniger Luft. Auch ein gewissenhafter Blick auf den Teller lohnt sich: Nach welchen Lebensmitteln häufen sich die Beschwerden? Hier hilft es, die verzehrten Mengen zu reduzieren und dann nur langsam wieder zu steigern. Bei Vollkornprodukten lohnt es sich, beispielsweise auf feinkrumige Brote oder fein geschrotete Produkte zu setzen.
Treten Beschwerden nach bestimmten Lebensmitteln regelmäßig auf, kann es helfen, Menge und Zusammenhang zunächst zu beobachten. Bei stärkeren oder wiederkehrenden Beschwerden sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Ein Ernährungstagebuch kann helfen herauszufinden, nach welchen Speisen die Beschwerden auftreten.
Wann Blähungen ein Fall für den Arzt sind
Treten die Beschwerden häufiger und mit Schmerzen auf, obwohl man wie gewohnt isst, hilft ein Besuch bei der Ärztin oder dem Arzt weiter, um mögliche Ursachen herauszufinden und zu behandeln. Das gilt besonders, wenn untypische Symptome wie Fieber oder Blut im Stuhl auftreten. Manchmal kann hinter einem aufgeblähten Bauch auch eine Unverträglichkeit gegen Lebensmittel stecken, zum Beispiel eine Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorption oder Sorbitunverträglichkeit.