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Fettes Essen schadet dem Stoffwechsel - nach nur 5 Tagen

21.04.2015

Es gibt Zeiten, in denen man die Zügel schleifen lassen und einfach nur schlemmen möchte – im Urlaub zum Beispiel. US-Forscher fanden jetzt jedoch heraus, dass es sinnvoll sein kann, auch für kurze Zeit nicht zu viel gegrillten Schweinebauch, Pommes mit Mayo oder Sahneeis zu essen.

Junge blonde Frau schaut lächelnd in die Kamera, Wurst im Brötchen in der linken Hand, Hintergrund Imbissbude bei Nacht
Fette Leckereien schaden nicht, wenn sie nur hin und wieder auf derm Speiseplan stehen.
© Dan Race - Fotolia

Wie die Wissenschaftler in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Obesity berichten, stellt sich der Stoffwechsel der Muskulatur bei einer fettreichen Ernährung schneller um, als bisher gedacht. „Schon nach fünf Tagen fangen die Muskeln an zu protestieren“, sagt Professor Matt Hulver von der Virginia Polytechnic Institute and State University. Gemeinsam mit Kollegen fand der Ernährungsexperte heraus, dass eine fettreiche Ernährung schon in dieser kurzen Zeit verändern kann, wie die Muskeln Zucker, die sogenannte Glukose, verarbeiten. „Dies zeigt, dass unser Körper viel schneller auf eine veränderte Ernährung reagiert, als man bisher annahm“, sagt Hulver.

Für die Wissenschaft hatten gesunde Studenten über fünf Tage besonders fettreiche Nahrungsmittel verzehrt, darunter Würstchen, gebackene Makkaroni mit Käse, Gebäck und viel Butter. Der tägliche Fettanteil der Nahrung stieg dadurch von 30 auf um die 50 Prozent, wobei die Kalorienanzahl jedoch konstant blieb. Anhand von Gewebeproben der Muskulatur konnten die Forscher zeigen, dass nach nur fünf Tagen mit fettreicher Ernährung die Fähigkeit der Muskeln, nach einer Mahlzeit aus der Glukose im Blut Energie zu gewinnen, gestört war. Auch wenn sich das Gewicht der Studenten in der kurzen Zeit nicht veränderte und keine Anzeichen einer Insulin-Resistenz zu erkennen waren, befürchten die Forscher, dass die Veränderungen des Muskelstoffwechsels langfristig zur Entstehung von Übergewicht oder Diabetes beitragen könnten.

In weiteren Studien wollen die Wissenschaftler sich nun den Fragen widmen, ob sich die kurzfristigen Veränderungen des Glukose-Stoffwechsels der Muskeln langfristig negativ auf den Körper auswirken kann und wie schnell sie sich bei einer Rückkehr zu einer fettarmen Ernährung wieder umkehren.

HH

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