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Fitness im Alter: Zügiges Gehtraining könnte helfen

Katrin Faßnacht-Lee  |  02.10.2026 12:37 Uhr

Wer im Alter an Kraft verliert und beim Gehen unsicherer wird, profitiert von gezieltem Gehtraining. In einer Studie verbesserte sich die Gebrechlichkeit bei zügigem Gehen häufiger als bei gemütlichem Gehen.

Gruppe von Senioren beim Gehen.
Mit steigendem Alter ist es besonders wichtig, sich regelmäßig zu bewegen.
© Mariia Vitkovska/iStockphoto

Wer langsam gebrechlich wird, kann daran womöglich selbst etwas ändern. Eine Studie liefert Hinweise, dass ein zügiges, individuell betreutes Gehprogramm den Zustand verbessern kann. Nach 16 Wochen erreichten rund 70 Prozent der Teilnehmenden mit intensivem Training eine günstigere Einstufung ihrer Gebrechlichkeit. Bei gemütlichem Gehtraining waren es immerhin rund 46 Prozent.

Teilnehmende waren durchschnittlich 79 Jahre alt

Gebrechlichkeit kann sich unter anderem durch Erschöpfung, Muskelschwäche, langsames Gehen und geringe körperliche Aktivität zeigen. Sie geht mit einem erhöhten Risiko für Krankenhausaufenthalte einher.

An der in PLOS One veröffentlichten Studie nahmen 165 Menschen aus Seniorenwohnanlagen in den USA teil. Sie zeigten beginnende oder ausgeprägte Gebrechlichkeit. Die 105 Teilnehmer, deren Daten ausgewertet wurden, waren durchschnittlich 79 Jahre alt. Etwa zwei Drittel nutzten eine Gehhilfe.

Gebrechlichkeit und Gehgeschwindigkeit verbesserten sich

Die Menschen wurden zufällig einem intensiven oder einem gemütlichen Gehprogramm zugeteilt. Beide Gruppen trainierten über 16 Wochen dreimal wöchentlich jeweils 45 Minuten. Geschulte Mitarbeiter begleiteten die Teilnehmenden und überwachten die Belastung. Zu Beginn wurde diese schrittweise gesteigert.

Für die abschließende Beurteilung der Gebrechlichkeit lagen Daten von 102 Teilnehmern vor: In der intensiven Gruppe verbesserten sich 32 von 46 Menschen um mindestens eine Kategorie, in der Vergleichsgruppe 26 von 56. Das bedeutete beispielsweise einen Wechsel von ausgeprägter zu beginnender Gebrechlichkeit. Nicht jeder war anschließend frei davon. Auch die übliche Gehgeschwindigkeit und die Strecke im Sechs-Minuten-Gehtest verbesserten sich mit intensivem Training stärker. 

Was bedeutet das fürs Gehen im Alltag?

Bei rund 36 Prozent der ursprünglich aufgenommenen Teilnehmer fehlten Abschlussdaten. Berücksichtigten die Forschenden diese fehlenden Werte in ergänzenden Berechnungen, ließ sich der Vorteil bei der Gebrechlichkeit nicht mehr statistisch eindeutig nachweisen. Ob die Verbesserungen langfristig bestehen, bleibt ebenfalls offen.

Die Ergebnisse beziehen sich auf ein betreutes Programm mit vorab geprüfter Eignung der Teilnehmer. Wer ein solches Training erwägt, sollte deshalb zunächst klären lassen, welche Belastung individuell geeignet ist.

Quelle: DOI 10.1371/journal.pone.0357605

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