Wer bei Kniearthrose früh mit einer Bewegungstherapie beginnt, kann Schmerzen und Beschwerden offenbar stärker lindern. Besonders groß war der Nutzen, wenn die Therapie innerhalb eines Jahres nach Beginn der Beschwerden startete.

Eine übergreifende Auswertung von zehn Studien mit mehr als 1.700 Personen mit Kniearthrose zeigt: Wer innerhalb eines Jahres nach Beginn der Beschwerden mit einer Bewegungstherapie startete, hatte langfristig weniger Schmerzen und eine bessere Gelenkfunktion als Patienten, deren Beschwerden schon länger bestanden. Bei ihnen fielen die positiven Effekte der Bewegungstherapie geringer aus.
Die Autoren raten deshalb dazu, Kniebeschwerden frühzeitig ärztlich abklären zu lassen. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Fachblatt „Osteoarthritis and Cartilage“ veröffentlicht.
Bei einer Kniearthrose, auch Kniegelenksarthrose oder Gonarthrose genannt, wird der Gelenkknorpel dünner und kann das Gelenk nicht mehr so gut schützen. Typische Anzeichen sind Steifheit nach Ruhepausen und Schmerzen bei Bewegung.
Die Vorstellung, ein von Arthrose betroffenes Knie müsse geschont werden, ist jedoch falsch. Gut trainierte Muskeln stabilisieren und schützen das Gelenk. Bewegung trägt außerdem dazu bei, den Gelenkknorpel mit Nährstoffen zu versorgen. Deshalb zählt Bewegungstherapie zu den wichtigsten Behandlungsmethoden bei Kniearthrose.
Quelle: DOI 10.1016/j.joca.2024.07.007
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