Lesertelefon: Migräne richtig behandeln

Der Schmerz beginnt im Nacken oder in den Schläfen, verlagert sich bald in eine Kopfhälfte, pulsiert und verstärkt sich bei körperlicher Aktivität. Jetzt hilft nur eins: Jalousien runter, hinlegen, absolute Ruhe – und hoffen, dass die Migräneattacke möglichst bald vorbei ist. Migräne ist eine komplexe Erkrankung, die jedoch weit verbreitet ist. Schätzungen gehen allein hierzulande von über acht Millionen Betroffenen aus. Wie sich Migräne heute behandeln lässt, dazu informieren Migräne-Experten am Donnerstag, 7. September 2017, am kostenlosen Lesertelefon.

Migräne muss anders behandelt werden als Kopfschmerzen.
Unter Migräne leiden in Deutschland über zehn Millionen Menschen.
© Robert Kneschke - Fotolia.com

Viele Migränepatienten kennen frühe Vorboten einer Attacke, zum Beispiel Heißhunger auf Süßes. Jeder Zehnte erlebt eine so genannte Aura, ein neurologisches Phänomen, das sich mit einem Flimmern vor den Augen, Zickzacklinien oder Blitzen bemerkbar macht. Einige Betroffene berichten auch über kribbelnde Taubheitsgefühle von den Fingerspitzen über die Arme bis in Unterkiefer und Zunge. Klingt die Aura ab, beginnt die Ruhe vor dem Sturm, bis der eigentliche Migräneanfall einsetzt. Neben den unerträglichen, meist halbseitigen Kopfschmerzen treten bei vielen Migräne-Patienten Begleitbeschwerden wie Übelkeit, Berührungsschmerz, extreme Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Nackenschmerzen oder Frösteln auf. Ihren alltäglichen Aufgaben nachzugehen, ist Migränepatienten so gut wie unmöglich. Die Behandlung von Migräne zielt deshalb darauf ab, Attacken zu vermeiden, sie zu durchbrechen oder zumindest ihre Intensität zu verringern, um den Betroffenen Lebensqualität zurückzugeben.

Zwar sind für den Facharzt Kopfschmerzen und Migräne klar voneinander zu trennen, doch besonders zu Beginn der Erkrankung denken viele Betroffene bei ihren Symptomen zuerst an Spannungskopfschmerz. Häufig dauert es lange, bis sie realisieren, dass es sich bei ihren Beschwerden um Migräneattacken handelt, die einer entsprechenden Therapie bedürfen. Die verschiedenen Therapieverfahren haben allerdings zum Teil belastende Nebenwirkungen. Es kommt also wesentlich darauf an, die für den Patienten individuell wirksamste Behandlung zu finden, die zudem möglichst verträglich ist. Längst zielt die Therapie dabei nicht mehr allein auf die Linderung der Symptome einer Migräneattacke ab.

Was unterscheidet die Migräne vom Spannungskopfschmerz? Was tun, wenn sich Attacken häufen? Helfen frei verkäufliche Schmerzmittel überhaupt gegen Migräne? Welche Medikamente stehen noch zur Verfügung? Welche Möglichkeiten der Vorbeugung gibt es? Antworten auf Fragen rund ums Thema Migräne und Kopfschmerz gibt es bei den Experten am Lesertelefon:

Am Telefon unter 0800 – 0 60 4000

  • Dr. med. Andreas Böger; Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Spezielle Schmerztherapie und Manuelle Medizin, Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin, Rotes Kreuz Krankenhaus, Kassel
  • Dr. med. Sabine Hesselbarth; Fachärztin für Anästhesie mit Schwerpunkt Spezielle Schmerztherapie, Gemeinschaftspraxis Löwenstein Hesselbarth, Mainz
  • Dr. med. Borries Kukowski; Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Nervenärztliche Gemeinschaftspraxis, Göttingen
  • Dr. med. Philipp Stude; Facharzt für Neurologie, Spezielle Schmerztherapie, Geriatrie und Palliativmedizin, Neurologische Praxis Dr. Stude, Bochum

NK

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