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Restless-Legs-Syndrom: Lesertelefon gibt Antworten

RF  |  20.09.2017

Es ist zum Verzweifeln: Sobald sie abends zur Ruhe kommen, fangen die Beine an, unerträglich zu kribbeln. Rund acht Millionen Deutsche sind nach Schätzungen von Experten betroffen. Sie leiden unter dem Restless Legs Syndrom (RLS), den "ruhelosen Beinen". Welche Anzeichen auf ein RLS hinweisen, wie die Diagnose abläuft und wie Betroffene wieder Ruhe und Schlaf finden können, dazu informieren Experten am Lesertelefon anlässlich des Welt-RLS-Tags 2017: am Donnerstag, 21. September 2017, zwischen 14 und 18 Uhr – direkt vom Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Leipzig.

Schlaflosigkeit inklusive: Unter dem "Restless-Legs-Snydrom" leiden schätzungsweise 10 Prozent der Deutschen.
Schlaflosigkeit inklusive: Unter dem "Restless-Legs-Snydrom" leiden schätzungsweise 10 Prozent der Deutschen.
© JPC-PROD - Fotolia.com

Die typischen Symptome eines Restless-Legs-Syndroms – Bewegungsunruhe und Missempfindungen - treten vor allem in den Abendstunden auf. Da die Symptome vor allem zu Beginn der Krankheit schwer fassbar sind und manchmal nur leicht oder gar nicht auftreten, warten viele ab und organisieren ihr Leben um die Krankheit herum. Dazu zählen stundenlanges nächtliches Umhergehen, ständiges Wiederaufstehen, wiederholtes Abduschen oder Einreiben der Beine mit Franzbranntwein. Die Folgen lassen nicht lange auf sich warten: Der für die Regeneration notwendige Nachtschlaf ist gestört und führt zunehmend zu Tagesmüdigkeit, immer größerer Erschöpfung und Konzentrationsmangel. Lebensqualität und Leistungsfähigkeit nehmen mit der Zeit kontinuierlich ab.

Diese Abwärtsspirale lässt sich nur durchbrechen, indem die Betroffenen einen Neurologen aufsuchen und ihre Beschwerden schildern. Wird die Diagnose RLS gestellt, ist das in den meisten Fällen eine Erleichterung für die Patienten, denn sie wissen nun, dass sie unter einer behandelbaren neurologischen Erkrankung leiden.

Was genau zur Entstehung eines RLS führt, gibt der Wissenschaft noch immer Rätsel auf. Eine Heilung ist bis heute nicht möglich – die Krankheit ist chronisch, Häufigkeit und Beschwerden nehmen mit fortschreitendem Alter zu. Bei der Therapie spielt der Botenstoff Dopamin eine wichtige Rolle, der im zentralen Nervensystem an der Kontrolle von Körperbewegungen beteiligt ist. Medikamente helfen, die Fehlregulation zu beseitigen. Ergänzende Therapiebausteine verbessern die Schlafqualität, mit körperlicher Bewegung und Entspannung kehren Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zurück.

Handelt es sich bei meinen Beschwerden um ein „Restless-Legs-Syndrom“? Wie wird die Diagnose gestellt? Wie schnell schlägt die Therapie an? Wie lange muss ich die Medikamente einnehmen und lässt ihre Wirkung irgendwann nach? Antworten auf alle Fragen rund um das RLS gibt es bei den Experten am Lesertelefon.

Am Telefon unter 0800 – 2 811 811:

  • PD Dr. med. Cornelius Bachmann, Facharzt für Neurologie, Chefarzt der Klinik für Neurologie an der Paracelsus-Klinik in Osnabrück, wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Restless Legs Vereinigung e.V.
  • Dr. med. Sven Thonke, Facharzt für Neurologie, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Hanau
  • Dipl. med. Safi Hazzan, Facharzt für Neurologie, Kompetenzzentrum RLS und Beinschmerzen, Arbeits- und Organisationspsychologe (M.A.), Düsseldorf
  • Lilo Habersack, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Restless Legs Vereinigung e.V. und RLS-Patientin, München
  • Marie-Luise Neuheuser, Ansprechpartnerin der Deutschen Restless Legs Vereinigung e.V. und RLS-Patientin, Leiterin der RLS-Selbsthilfegruppe Alb-Donau-Kreis
  • Cosima Stromer, RLS-Patientin aus Berlin, in Ausbildung zur Patientenexpertin bei der Europäischen Patientenakademie (EUPATI) in Brüssel

 

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