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Lesertelefon: Wiederkehrende Migräne behandeln

04.09.2018

Ein halbseitiger, pulsierender Kopfschmerz, oft begleitet von Licht-, Geruchs- und Geräuschempfindlichkeit, manchmal auch Übelkeit und Erbrechen: Solche Symptome müssen Betroffene bei einem Migräneanfall erdulden. Zwischen vier Stunden und drei Tagen kann eine Attacke dauern. Wie sich die Krankheit behandeln und vorbeugen lässt, darüber informieren Experten anlässlich des Deutschen Kopfschmerztags am 6. September 2018 am kostenlosen Lesertelefon.

Experten beraten am Lesertelefon über Migräneprophylaxe.
Migräne ist eine sehr häufige neurologische Erkrankung, unter der vor allem Frauen leiden.
© Alliance - Fotolia.com

Experten schätzen, dass Migräne die häufigste neurologische Erkrankung ist. Häufige Trigger sind Stress oder ein unregelmäßiger Schlafrhythmus, aber auch Alkohol oder Wetterumschwünge. Eine Heilung ist bisher nicht möglich – doch Migräne ist durchaus behandelbar: Nach den im Januar 2018 umfangreich aktualisierten Leitlinien werden leichte und mittelstarke Attacken mit frei verkäuflichen Schmerzmitteln und nicht-steroidalen Antirheumatika behandelt. Sprechen Patienten auf solche Wirkstoffe nicht an, wirken Triptane als spezielle Migräneschmerzmittel.

Eine Akut-Therapie stößt an ihre Grenzen, wenn die Migräneattacken regelmäßig in kurzen Abständen auftreten. Wer sehr häufig unter Migräne leidet sollte sich nach den Möglichkeiten einer geeigneten Prophylaxe erkundigen, mit dem Ziel, die Häufigkeit, Schwere und Dauer der Attacken deutlich zu reduzieren und das Risiko eines Schmerzmittelübergebrauchs zu senken.

Infrage kommt eine medikamentöse Prophylaxe für Menschen mit drei oder mehr Migräneattacken im Monat, bei Attacken, die länger als 72 Stunden anhalten oder auch bei Patienten, die auf die herkömmlichen Schmerzmittel nicht ansprechen oder deren Nebenwirkungen nicht tolerieren. Auch regelmäßiger Ausdauersport, Stressmanagement, Entspannungsverfahren oder eine kognitive Verhaltenstherapie können Migränepatienten helfen.

Was kann ich selbst tun, um Auslöser der Migräne zu vermeiden oder zu beeinflussen? Wann ist der richtige Zeitpunkt, ein Schmerzmittel einzunehmen? Kommt für mich eine Migräneprophylaxe infrage – und wie spreche ich das Thema bei meinem Arzt an? Welche Medikamente kommen zur Vorbeugung zum Einsatz und welche Nebenwirkungen können sie mit sich bringen?

Alle Fragen rund um Migräne beantworten Experten am 6. September 2018 zwischen 11 und 18.30 Uhr am kostenlosen Lesertelefon:

Heute stehen zur Therapie von Parkinson wirksame und erprobte Medikamente und zur Verfügung. Welche davon zum Einsatz kommen, hängt von der Wirkungsweise und dem Zeithorizont der Therapie ab – und damit zu einem wesentlichen Teil vom Erkrankungsalter. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie soll die steigende Lebenserwartung der Patienten stärker berücksichtigt werden, wenn es um die Therapiefindung geht. Bei jüngeren Patienten sollten die Vor- und Nachteile der verfügbaren Wirkstoffe genau abgewogen werden, um eine lange Wirksamkeit der Medikamente bei möglichst geringen Nebenwirkungen zu erreichen. Zusätzlich zur medikamentösen Therapie müssen begleitende Therapiebausteine wie Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie an das Beschwerdebild und das Lebensalter der Patienten angepasst werden.

Am Telefon unter 0800 – 0 60 4000

  • Dipl.-Psych. Dr. Timo Klan; Psychologischer Psychotherapeut, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie am Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Dr. med. Andreas Peikert; Facharzt für Neurologie und Psychatrie, Psychotherapie, Spezielle Schmerztherapie, Regionalbeauftragter der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, Neurologicum Bremen
  • Dr. med. Heike Israel-Willner; Fachärztin für Neurologie, Leitung Kopfschmerzzentrum Charité, Kopfschmerzzentrum am Campus Mitte (CCM), Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie Charité, Berlin
  • Dr. med. Klas Mildenstein; Facharzt für Allgemeinmedizin, Neurologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Regionalbeauftragter der DMKG Niedersachsen, Laatzen
  • Dr. Zoltan Medgyessy; Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Akupunktur, Chirotherapie, Psychotherapie, Regionalbeauftragter der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft für Westfalen-Lippe, Medicum Detmold

NK

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