Magnesiummangel ist die Ausnahme
Viele Menschen greifen zu Magnesiumpräparaten, da sie einen Mangel vermuten oder um ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Tatsächlich kommt eine Unterversorgung in Deutschland selten vor. Wer sich ausgewogen ernährt, deckt seinen Bedarf meist über die Nahrung ab. Als gute Quellen eignen sich zum Beispiel Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse.
Bestimmte Erkrankungen und Medikamente erhöhen das Risiko
Es gibt bestimmte Erkrankungen, die das Risiko für einen Mangel an Magnesium erhöhen. Dazu zählen zum Beispiel:
- Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
- Gallensäuremangel
- Durchfallerkrankungen
Auch bestimmte Medikamente erhöhen das Risiko eines Mangels, darunter:
- Entwässerungstabletten (sogenannte Diuretika)
- Abführmittel
- Magensäureblocker (wie Pantoprazol)
Ein verlässlicher Bluttest für einen Magnesiummangel existiert im Übrigen nicht, da Magnesium im Blut auch bei Unterversorgung lange im Normbereich bleibt.
Wann Ärzte und Apotheker tatsächlich zu Magnesium raten
Ob eine Ergänzung im Einzelfall sinnvoll ist, lässt sich am besten in der Apotheke oder beim Arzt klären. Das Fachpersonal kann anhand von Vorerkrankungen und Medikamenten einschätzen, ob ein erhöhter Bedarf besteht. Denn eine unnötig hohe Dosierung kann nicht nur teuer werden – sie kann auch Durchfall und andere Beschwerden verursachen.
Darauf sollten Sie bei Magnesium-Präparaten achten
Wer ergänzend Magnesium einnehmen möchte, findet viele Präparate auf dem Markt. Es kommt vor allem darauf an, dass der Körper das Magnesium gut aufnehmen kann. Auch hier kann sich eine Beratung durch Ihren Arzt oder Apotheker lohnen. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 250 mg. Diese am besten in kleinen Portionen über den Tag verteilt einnehmen. Wer gleichzeitig bestimmte Antibiotika anwendet, nimmt das Magnesium mit zwei Stunden Abstand dazu ein, da es sonst die Aufnahme des Antibiotikums beeinträchtigen kann.