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Sexuell übertragbare Krankheiten: Diese 5 Irrtümer über HIV, Gonorrhö oder Chlamydien sind weit verbreitet

Katrin Faßnacht-Lee  |  04.09.2026 11:16 Uhr

Bemerkt man es eigentlich, wenn man sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt hat? Besteht bei Oralsex ein Risiko und spielt Syphilis heute überhaupt noch eine Rolle? Hier einige wichtige Fragen und Antworten zum Thema Safer Sex.

Zwei Fusspaare schauen unter einer Decke hervor
Safer Sex beginnt nicht erst beim Sex: Auch offene Gespräche über Schutz und sexuell übertragbare Infektionen gehören dazu.
© PeopleImages/iStockphoto

73 Prozent der Menschen in festen Beziehungen haben vor dem ersten gemeinsamen Sex nicht über sexuell übertragbare Infektionen (STI) gesprochen. Und wenngleich über 80 Prozent der Befragten HIV, Gonorrhö und Syphilis kennen, sind Chlamydien nur für 60 Prozent ein Begriff. Grund genug für das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit mit seiner Initiative LIEBESLEBEN mit ein paar Mythen aufzuräumen. Hier 5 besonders gängige Fehlannahmen:

Mythos 1: Man sieht oder merkt, ob jemand eine STI hat

Fakt: STI können alle betreffen, die Sex haben. Und man sieht den Menschen nicht gleich an, ob eine STI vorliegt. Denn viele Infektionen verursachen zumindest zeitweise keine auffälligen Beschwerden und können deshalb unbemerkt weitergegeben werden. 

Mythos 2: Syphilis spielt heute keine Rolle mehr.

Fakt: Syphilis kommt weiterhin vor – so meldete das Robert Koch-Institut für das Jahr 2025 mit bundesweit rund 9700 Erkrankungen sogar einen neuen Höchststand. Die Infektion kann beim Sex übertragen werden und verläuft zeitweise ohne oder nur mit schwachen Beschwerden. Unbehandelt kann sie schwere gesundheitliche Folgen haben. Syphilis lässt sich jedoch mit Antibiotika behandeln und heilen. 

Mythos 3: Oralsex ist praktisch risikofrei.

Fakt: Auch beim Oralverkehr können STI wie Gonorrhö, Syphilis, Herpes oder HPV übertragen werden. Das Übertragungsrisiko ist je nach Infektion und Sexualpraktik unterschiedlich und meist eher gering, aber nicht null.

Mythos 4: Wenn ich keine Beschwerden habe, habe ich auch keine STI

Fakt: Viele STI verlaufen zunächst ohne Symptome oder verursachen nur leichte Beschwerden. Manche Symptome sind auch unspezifisch. Ob eine Infektion vorliegt, kann häufig nur durch einen gezielten Test festgestellt werden. Zu den möglichen Symptomen gehören:

  • Ungewöhnlicher Ausfluss oder Zwischenblutungen
  • Juckreiz, Ausschlag oder Hautrötungen
  • Schmerzen oder Brennen beim Toilettengang
  • Hautveränderungen
  • Gelbfärbung der Haut
  • Schmerzen beim Sex
  • Grippeähnliche Anzeichen
  • Appetitlosigkeit Erbrechen, Durchfall

Mythos 5: Safer Sex bedeutet nur Kondom

Fakt: Kondome sind eine wichtige Schutzmöglichkeit, aber nicht die einzige. Zu Safer Sex gehören je nach Situation auch andere Möglichkeiten, wie etwa Impfungen, die HIV-Präexpositionsprophylaxe – kurz PrEP – und Lecktücher für Oralsex. Außerdem sind offene Gespräche über Schutz und sexuelle Gesundheit wichtig. 

Viele weitere wichtige Infos zum Thema Safer Sex gibt es unter LIEBESLEBEN 

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